Energie
Energiemanager Günther verlässt Eon

Essen (dpa) - Der Energiemanager Bernhard Günther verlässt zum Jahresende den Eon-Konzern. Das teilte Eon am Dienstag mit. Der 53-Jährige war Finanzchef der von Eon übernommenen RWE-Tochter Innogy und hatte führend an der Integration von Innogy in den bisherigen Konkurrenten Eon SE mitgearbeitet. Er schätze an Günther unter anderem «seine Kämpfernatur im Umgang mit Rückschlägen und schwierigen Situationen», sagte Eon-Vorstandschef Johannes Teyssen laut Mitteilung.

Dienstag, 01.12.2020, 16:10 Uhr aktualisiert: 01.12.2020, 16:22 Uhr
Bernhard Günther, Finanzvorstand von Innogy.
Bernhard Günther, Finanzvorstand von Innogy. Foto: Rolf Vennenbernd

Auf Günther war im März 2018 ein Säureanschlag verübt worden. Zwei Männer hatten ihn nach dem Joggen in der Nähe seines Wohnhauses überfallen und mit hochkonzentrierter Säure übergossen. Günther wurde schwer am Kopf verletzt. Die Täter sind bis heute nicht ermittelt worden. Innogy hatte erfolglos eine Belohnung von 100 000 Euro ausgesetzt. In einem Interview hatte sich Günther überzeugt gezeigt, dass das Motiv hinter der Tat im «beruflichen Umfeld» liege. Der Manager ist derzeit Aufsichtsrat beim Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp sowie beim Energiekonzern Uniper.

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