Kriminalität
Clankriminalität: Essener Polizei verhindert Treffen

Essen (dpa/lnw) - Die Polizei in Essen hat am Freitag mit einem Großaufgebot ein Aufeinandertreffen von rivalisierenden Gruppen verhindert. Dabei ging es mutmaßlich um kriminelle Geschäfte von Clan-Mitgliedern. Am Mittag wurden insgesamt 100 Personen und 23 Fahrzeuge durchsucht. Laut Mitteilung der Essener Polizei von Samstag fanden die Beamten dabei Schlagwerkzeuge, Pfefferspray und ein Messer. Dem Einsatz waren mehrere Überfälle am gleichen Tag vorausgegangen. Am Morgen hatten fünf bislang unbekannte Täter einen Deutsch-Libanesen (27) mit Schlagstöcken angegriffen und schwer verletzt. Kurz darauf kam es zu einer weiteren Körperverletzung und Sachbeschädigung. Dabei betraten 15 unbekannte Täter ein Ladenlokal und griffen den libanesischen Geschäftsinhaber (54) an. Er wurde leicht verletzt. Das Inventar wurde mit Hämmern und Stangen zerstört.

Samstag, 05.12.2020, 11:38 Uhr aktualisiert: 05.12.2020, 11:53 Uhr
In Polizei-Westen gekleidete Polizisten.
In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein

Anschließend bekam die Polizei den Hinweis auf ein Aufeinandertreffen mehrerer Gruppen auf dem Parkplatz eines Lebensmittelladens. Eine Hundertschaft der Polizei verhinderte das. Bereits am 2. Dezember war es laut Mitteilung zu einer Schlägerei auf dem Marktplatz mit Knüppeln und Eisenstangen gekommen. Als die Polizei eintraf, flüchteten alle Beteiligten. «Nach derzeitigen Ermittlungsstand ist der Hintergrund dieser Auseinandersetzung ein Konflikt zwischen Mitgliedern zweier Großfamilien mit Bezügen zur Clankriminalität», teilte die Polizei mit.

Die Essener Polizei hat eine auf Clankriminalität spezialisierten Abteilung.

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