Bildung
Lesen üben nach der Schule: Schwierig in der Pandemie

Krefeld (dpa/lnw) - Die Corona-Pandemie erschwert die außerschulische Leseförderung tausender Jungen und Mädchen, vor allem aus bildungsbenachteiligten Familien. Von bundesweit unterstützten 16 600 Lesekindern habe man in der Krise mit vielen guten Ideen rund 10 bis 15 Prozent durchgehend erreichen können, sagte die Bundesvorsitzende des Verbands «Mentor - Die Leselernhelfer». Unter den 13 000 ehrenamtlichen Lesementoren hätten viele versucht, auf digitalem Weg, per Brief oder Telefon Kontakt und Leseförderung aufrechtzuerhalten, schilderte Margret Schaaf der Deutschen Presse-Agentur.

Sonntag, 06.12.2020, 10:21 Uhr aktualisiert: 06.12.2020, 10:32 Uhr
Das neunjährige Lesekind Aya sitzt vor einem Tablet in der Küche.
Das neunjährige Lesekind Aya sitzt vor einem Tablet in der Küche. Foto: Federico Gambarini

Nachdem die Kultusminister der Länder nach den Sommerferien wieder «außerschulische Lernpartner» in den Klassenräumen zugelassen hätten, seien die Lesetreffen dort allmählich wieder in Gang gekommen. Die Lage sei aber in vielen Schulen noch zu angespannt, um alle Lesekinder wieder voll zu unterstützen. «Wir setzen alles daran zu verhindern, dass sie zu den großen Verlierern der Pandemie gehören.» In dem Verband unterstützt jeweils ein Mentor einen jungen Menschen zwischen 6 und 16 Jahren, der nach Einschätzung der Schulen besondere zusätzliche Leseförderung braucht.

Lesekompetenz fördert Wortschatz, Konzentration und Fantasie und gilt als zentral für den Bildungserfolg von Kindern. Schon zu normalen Zeiten sehen Experten bei vielen Schülern deutliche Defizite.

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