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SPD fordert strengen Verbotskurs für Silvesterfeiern in NRW

Düsseldorf (dpa/lnw) - Silvesterfeiern mit bis zu zehn Personen aus ebenso vielen Haushalten sind aus Sicht der SPD-Opposition in Nordrhein-Westfalen «nicht mehr verantwortbar». Angesichts der Entwicklung der Corona-Infektionen sei das nicht mehr zu vertreten, sagte SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty am Montag in Düsseldorf. Er forderte «neue Verbote» für Silvester - möglichst bundesweit einheitliche. Die grundsätzliche Vorgabe - maximal fünf Personen aus zwei Haushalten, Kinder bis einschließlich 14 Jahren nicht eingerechnet - dürfe auch an Silvester nicht unterschritten werden.

Montag, 07.12.2020, 13:48 Uhr aktualisiert: 07.12.2020, 14:02 Uhr
Feuerwerk ist in der Silvesternacht am Rhein über dem Dom zu sehen.
Feuerwerk ist in der Silvesternacht am Rhein über dem Dom zu sehen. Foto: Christophe Gateau

Die Ministerpräsidenten müssten sich in den nächsten Tagen erneut mit der Kanzlerin treffen, um die bisherigen Regeln auf den Prüfstand zu stellen, forderte der Oppositionsführer. In Kommunen mit hohem Inzidenzwerten müsse es sofort Wechselunterricht geben.

Bayern mache wieder einmal vor, wie man mit der Pandemie umgehen könne, sagte Kutschaty. Der Landtag in München wird an diesem Dienstag unter anderem über strengere Regeln in Schulen entscheiden: So sollen ab Klassenstufe acht die Klassen überall geteilt werden und in Wechselunterricht übergehen. Zudem sollen in Bayern nach dem Willen des Landeskabinetts die bisher für Silvester geplanten Lockerungen gekippt und eine nächtliche Ausgangssperre für alle Städte und Kreise mit einer Inzidenz von mehr als 200 Corona-Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100 000 Einwohner eingeführt werden.

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