Unfälle
Mann bei Bergungsaktion auf Autobahn angefahren

Köln (dpa/lnw) - Ein 41-Jähriger hat nach einer Panne auf der Autobahn sein Fahrzeug auf den Seitenstreifen schieben wollen und ist dabei schwer verletzt worden. Eine Frau (39) fuhr auf der Autobahn 559 bei Köln mit ihrem Wagen während der Aktion auf das Pannenfahrzeug auf, wie die Polizei am Montag berichtete. Ersten Erkenntnissen zufolge wurde der Mann am späten Sonntagnachmittag in der Dämmerung zwischen den beiden Fahrzeugen eingeklemmt.

Montag, 07.12.2020, 17:19 Uhr aktualisiert: 07.12.2020, 17:30 Uhr
Der Schriftzug «Unfall» leuchtet an einem Streifenwagen.
Der Schriftzug «Unfall» leuchtet an einem Streifenwagen. Foto: Monika Skolimowska

Die Polizei warnte nach dem Unfall vor solchen Bergungsaktionen. Bei einer Panne auf der Autobahn schwebten Autoinsassen in akuter Lebensgefahr, betonte der Leiter der Autobahnpolizei im Regierungsbezirk Köln, Gereon Eich. «Betroffene sollten sofort die 110 wählen und sich weit jenseits der Leitplanke in Sicherheit bringen. Von dort können die Betroffenen den nachfolgenden Verkehr warnen.» Das Tragen von Warnwesten sei überdies «überlebenswichtig». Zudem sei eine früh erkennbare Absicherung - etwa mit einem Warndreieck - Pflicht.

Der 41-Jährige sowie ein 25 Jahre alter Helfer trugen bei dem Unfall am Sonntag keine Warnwesten. Sie hatten auch kein Warndreieck aufgestellt. Die Autofahrerin und der 25-Jährige, der sein Fahrzeug gestoppt hatte, um dem 41-Jährigen zu helfen, wurden leicht verletzt. Das Pannenfahrzeug hatte laut Polizeiangaben einen technischen Defekt gehabt.

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