Fußball
Linksverteidiger Corona-positiv: Bayer erwägt anderes System

Leverkusen (dpa) - Wegen positiver Corona-Tests bei beiden Linksverteidigern erwägt Trainer Peter Bosz vom Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen im ersten Liga-Spiel des Jahres bei Eintracht Frankfurt sogar eine System-Umstellung. «Dass man mal einen Corona-Fall hat, passiert auch anderen. Aber dass zwei Spieler derselben Position gleichzeitig ausfallen, ist natürlich unglaublich», sagte der 59 Jahre alte Niederländer, der nach eigener Auskunft in 41 Jahren im Profi-Fußball erstmals an Silvester und Neujahr arbeiten musste.

Freitag, 01.01.2021, 16:45 Uhr aktualisiert: 01.01.2021, 17:03 Uhr
Leverkusens Trainer Peter Bosz.
Leverkusens Trainer Peter Bosz. Foto: Bernd Thissen

Bayer hatte am Montag den positiven Corona-Test beim Brasilianer Wendell gemeldet, zwei Tage später folgte auch der Niederländer Daley Sinkgraven. Beide wechseln sich links hinten ab. Wie er das Problem in der Partie am Samstag, (15.30 Uhr/Sky) löse, sei noch offen, erklärte Bosz: «Wir haben verschiedene Möglichkeiten. Verschiedene Spieler, die das können. Oder man ändert das System», sagte er. Er müsse außerdem schauen, «ob wir noch einen Linksfuß haben oder ob da ein Rechtsfuß spielen muss».

Dass sein Team die in der letzten Minute des letzten Spiels 2020 gegen den FC Bayern München (1:2) verlorene Tabellenführung am Samstag zumindest für einen Tag zurückerobern könne, spielt für Bosz derweil keine Rolle. «Wir sollten zu diesem Zeitpunkt der Saison nicht auf die Tabelle schauen», sagte er. «Wir wollen in Frankfurt unbedingt gewinnen. Ob wir dann Tabellenführer sind und ob Bayern am nächsten Tag auch gewinnt, ist mir egal.»

Grundsätzlich habe sich sein Team von der «sehr großen Enttäuschung» der Niederlage aber gut erholt. «Das Selbstvertrauen ist nicht wegen eines Spiels weg», versicherte Bosz. Sein Team habe «ein bisschen Frische getankt. Es macht Spaß, wieder anzufangen.»

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