Kriminalität
Kinderpornografie: Ermittler beobachten Bewegung in Szene

Köln (dpa/lnw) - Nach den großangelegten Schlägen gegen Kinderpornografie und Missbrauch in Nordrhein-Westfalen nehmen Spezial-Ermittler erste Bewegungen in der Szene wahr. «Es ist noch zu früh, um es abschließend zu beurteilen. Wir nehmen aber die Tendenz wahr, dass die Leute ihr Tun mehr reflektieren», sagte der Leiter der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime NRW (ZAC), Markus Hartmann, der Deutschen Presse-Agentur. Strafbarkeit und Strafverfolgung würden mehr wahrgenommen. «Das kann ich allerdings noch nicht statistisch untermauern, sondern nur an Beobachtungen und Eindrücken festmachen», sagte Hartmann. «Wir nehmen aber auch wahr, dass sich mehr Personen ermutigt fühlen, sich zu melden und Hinweise zu geben.»

Samstag, 02.01.2021, 08:32 Uhr aktualisiert: 02.01.2021, 08:42 Uhr
Der Schriftzug «Polizei» ist vor einem Polizeirevier zu sehen.
Der Schriftzug «Polizei» ist vor einem Polizeirevier zu sehen. Foto: Boris Roessler

NRW ist in den vergangenen Jahren von mehreren großen Missbrauchsfällen erschüttert worden - die Orte Lügde, Bergisch Gladbach und Münster stehen beispielhaft. Ermittler stießen zudem auf weit verzweigte Geflechte von Männern, die im Netz Bilder und Videos von schwerem sexuellen Kindesmissbrauch austauschen. Mehrmals hatte es 2020 im ganzen Land Durchsuchungen gegeben. Die ZAC nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Sie versucht unter anderem, den Pseudonymen, hinter denen sich die Täter im Netz verstecken, echte Namen zuzuordnen.

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