Schulen
Helfer unterstützen Schulen bei Angeboten trotz Corona

Die Corona-Pandemie hat den Schulen eine Fülle zusätzlicher Aufgaben beschert - einige können auch ohne pädagogischen Sachverstand erledigt werden. Die Schulen können dafür «Alltagshelfer» anheuern, um Ganztagsangebote nicht absagen zu müssen.

Montag, 04.01.2021, 05:24 Uhr aktualisiert: 04.01.2021, 05:32 Uhr
Ein Mund-Nasen-Schutz liegt auf dem Tisch einer Schülerin.
Ein Mund-Nasen-Schutz liegt auf dem Tisch einer Schülerin. Foto: Uli Deck

Düsseldorf (dpa/lnw) - Sogenannte Alltagshelfer sollen im neuen Jahr dazu beitragen, die Ganztags- und Betreuungsangebote an Grund- und Förderschulen trotz Corona-Pandemie aufrecht zu erhalten. Die nordrhein-westfälische Landesregierung stellt 30 Millionen Euro für das Programm bereit. Ziel sei es, dass pädagogische Personal in Corona-Zeiten zu unterstützen und zu entlasten, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Hintergrund der Maßnahme: Um trotz Pandemie Betreuung über den Pflichtunterricht hinaus anbieten zu können, mussten in den vergangenen Monaten Hygienekonzepte und Infektionsschutzmaßnahmen aufgelegt werden. Dies hatte eine höhere Arbeitsbelastung zur Folge: etwa zur Dokumentation der Gruppenzusammensetzungen, Maßnahmen zur Vermeidung von Gruppendurchmischungen, veränderte Raumkonzepte oder Anpassungen bei der Essensausgabe. Die «Alltagshelfer» sollen solche organisatorischen Arbeiten übernehmen.

Ein Erlass habe den Schulträgern den Weg eröffnet, noch bis zum 15. Januar eine Pauschale für zusätzliches Personal zu beantragen, erläuterte das Schulministerium. Die Mittel könnten dann bis zum Ende des laufenden Schuljahres genutzt werden.

Ganztagsangebote seien aus dem Alltag vieler Kinder und ihrer Familien nicht mehr wegzudenken, unterstrich Gebauer. «Gerade in Zeiten der Pandemie ist ein verlässlich strukturierter Tagesablauf, der für Beständigkeit sorgt und zusätzliche Bildungs- und Betreuungsangebote liefert, für Kinder wichtig.»

Nach Angaben des Ministeriums nehmen in NRW über 330 000 Schüler an einem freiwilligen zusätzlichen Nachmittagsprogramm teil. Rund 40 000 Schüler machen bei einem verpflichtenden Angebot an Ganztagsförderschulen mit.

Nachrichten-Ticker