Fußball
Medien: Schalke will über Hilfen von Tönnies entscheiden

Gelsenkirchen (dpa) - Der FC Schalke 04 will einem Medienbericht zufolge darüber beraten, ob eine vom früheren Clubchef Clemens Tönnies (64) angebotene finanzielle Hilfe in Anspruch genommen werden soll. «Wir haben die Verpflichtung, uns damit zu beschäftigen und alles Für und Wider im Sinne von Schalke 04 abzuwägen», sagte der jetzige Aufsichtsratsvorsitzende und Tönnies-Nachfolger Jens Buchta den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch).

Mittwoch, 06.01.2021, 12:10 Uhr aktualisiert: 06.01.2021, 12:23 Uhr
Das Logo des FC Schalke 04 ist auf dem Dach der Geschäftsstelle zu sehen.
Das Logo des FC Schalke 04 ist auf dem Dach der Geschäftsstelle zu sehen. Foto: Fabian Strauch

Der frühere Vereinschef Tönnies hatte sich im Vorjahr im Zuge der Corona-Krise in seinem Fleischbetrieb beim FC Schalke zurückgezogen. Dringend notwendige Neuzugänge durch ein Darlehen von Tönnies zu finanzieren, werde beim finanziell angeschlagenen Fußball-Bundesligisten jedoch nicht erwogen, hieß es. Der Tabellen-Letzte sucht im Kampf gegen den Abstieg noch Verstärkungen im Angriff und auf der Rechtsverteidiger-Position.

Da Tönnies über eine Firma («Böklunder») nach wie vor zu den Sponsoren des Revierclubs zähle, sei es dem Bericht zufolge eine Möglichkeit, dieses Engagement auszuweiten oder vorzeitig zu verlängern und so mögliche Spielertransfers zu finanzieren. Zuletzt hatte Sportvorstand Jochen Schneider ein weiteres finanzielles Engagement von Tönnies nicht kategorisch ausgeschlossen. «Das werden wir intern klären und besprechen.»

Die Entscheidung über eine Ausweitung des Sponsorings soll dem Medienbericht zufolge noch in dieser Woche fallen und müsse von Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam getroffen werden.

Tönnies strebe jedoch kein Amt mehr im Verein an, hieß es weiter. Auch ein Einstieg als Investor im Fall einer späteren Ausgliederung der Profiabteilung sei für Tönnies kein Thema. Von diversen Fan-Gruppierungen wird eine neuerliche Einmischung des Fleischfabrikanten in Clubangelegenheiten äußerst kritisch gesehen.

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