Gesundheit
Stamp relativiert Garantie für offene Schulen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der stellvertretende NRW-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hat seine Garantie, dass es mit ihm keine landesweiten Schul- und Kita-Schließungen geben werde, relativiert. Für den Bildungsteil seiner früheren Aussage räume er ein, dass er diese Garantie «ein Stück weit» relativieren müsse, sagte der Familienminister am Mittwoch in Düsseldorf.

Mittwoch, 06.01.2021, 15:39 Uhr aktualisiert: 06.01.2021, 15:52 Uhr
Joachim Stamp (FDP), Kinder- und Familienminister und stellvertretender Ministerpräsident von NRW.
Joachim Stamp (FDP), Kinder- und Familienminister und stellvertretender Ministerpräsident von NRW. Foto: Rolf Vennenbernd

Die CDU/FDP-Landesregierung hatte zuvor beschlossen, dass alle Schüler in Nordrhein-Westfalen nach den Weihnachtsferien vom kommenden Montag an in den Distanzunterricht gehen. Der Unterricht in den Klassenräumen werde bis zum 31. Januar ausgesetzt - das gelte auch für Abschlussklassen.

Das Land sei mit einer neuen Situation in der Corona-Infektionslage konfrontiert, sagte Stamp. Auch die Wissenschaft wisse noch nicht, welch ein «Brandbeschleuniger» das in England aufgetauchte mutierte Virus sein könne. «Wir haben kein Drehbuch, was die Pandemie angeht», sagte Stamp, der auch Familienminister ist. «Es gibt immer wieder Einschläge, mit denen wir nicht gerechnet haben».

Auch Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) räumte eine Änderung ihrer bisherigen Aussagen ein. Sie habe vehement für den Unterricht in den Schulen gekämpft, sagte sie. «Dieser Kampf war richtig, ich führe ihn auch weiter», sagte sie. «Kinder und Jugendliche leiden am meisten unter dieser Pandemie.» Es dürfe nicht zugelassen werden, dass das soziale Leben, das die Jugendlichen brauchten, verkümmere. Angesichts der Infektionslage aber habe NRW den Bund-Länder-Beschluss zu weitgehenden Schließung von Schulen unterstützt.

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