Gesundheit
Gebauer: Kein Präsenzunterricht «ganz, ganz schlimm»

Köln (dpa/lnw) - NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat die komplette Umstellung der Schulen auf den Distanzunterricht von Montag an verteidigt. «Ich weiß, dass das für die Jugendlichen und Kinder ganz, ganz schlimm ist und auch für die Eltern, die jetzt wieder vor großen Herausforderungen stehen», sagte sie am Donnerstag im WDR5-«Morgenecho». «Aber die aktuelle Situation mit den unsicheren Daten und dem mutierten Virus ließ uns keine andere Entscheidung übrig.»

Donnerstag, 07.01.2021, 08:47 Uhr aktualisiert: 07.01.2021, 09:02 Uhr
Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, spricht.
Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, spricht. Foto: Rolf Vennenbernd

Für Schüler der Klassen 1 bis 6 soll es in den Schulen eine Betreuung geben. Diese solle aber nicht von Lehrern geleistet werden, stellte Gebauer klar: «Wir brauchen ja das Lehrpersonal für den Distanzunterricht.» Eingesetzt werden sollten stattdessen «zum Beispiel sozialpädagogische Fachkräfte, die an den Schulen tätig sind, aber auch Sozialarbeiter oder darüber hinaus dort tätiges Personal».

Eltern sollten die Kinder aber nach Möglichkeit zu Hause lassen. Wer dort ein Betreuungsproblem bekomme, könne die von der Bundesregierung in Aussicht gestellten zusätzlichen Kinderkrankentage nutzen. «Da appelliere ich nochmal an die Arbeitgeber, den Eltern diese Tage auch zu gewähren», sagte Gebauer.

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