Kriminalität
DNA am Tatort: Nachbar soll 65-Jährigen getötet haben

Winterberg (dpa/lnw) - Nach dem gewaltsamen Tod eines 65-Jährigen in Winterberg hält die Staatsanwaltschaft einen Nachbarn für dringend tatverdächtig. Am Tatort seien relevante DNA-Spuren gefunden worden, die auf einen 47 Jahre alten Bewohner des Mehrparteienhauses als Täter hindeuteten, sagte der ermittelnde Staatsanwalt Klaus Neulken am Donnerstag. Der Mann hatte bereits unter anderem aufgrund andauernder Nachbarschaftsstreitigkeiten mit dem Opfer und weiteren Hausbewohnern als Beschuldigter in dem Ermittlungsverfahren gegolten.

Donnerstag, 14.01.2021, 16:52 Uhr aktualisiert: 14.01.2021, 17:00 Uhr
Ein Polizist mit Handschellen und Pistole am Gürtel.
Ein Polizist mit Handschellen und Pistole am Gürtel. Foto: Oliver Berg

Die Leiche war kurz vor dem Jahreswechsel gefunden worden. Weil die Staatsanwaltschaft von einer psychischen Erkrankung des Deutschen ausgeht, soll er vorläufig statt in Untersuchungshaft in einer entsprechenden Einrichtung untergebracht werden, sagte der ermittelnde Staatsanwalt am Donnerstag.

Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauerten an. Kurz vor dem Leichenfund war der Polizei in demselben Haus ein Einbruch in einer weiteren Wohnung des Hauses gemeldet worden. Es werde noch geprüft, inwieweit dieser mit dem Tötungsdelikt in Zusammenhang stehe. Zum Tathergang, zur Todesursache und den weiteren Hintergründen wollte die Staatsanwaltschaft zunächst keine weiteren Angaben machen. Der Tatverdächtige schweige bislang zu den Vorwürfen.

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