Gesundheit
Sechs Fälle von Corona-Mutation in vier Kölner Kitas

Köln (dpa/lnw) - In vier Kölner Kitas sind Fälle der britischen Coronavirus-Variante aufgetreten. Wie die Stadt Köln am Donnerstagabend mitteilte, sei das mutierte Virus nachträglich bei insgesamt vier Erzieherinnen und Erziehern sowie bei zwei Kindern nachgewiesen worden. Bei einem weiteren positiv getesteten Kind und bei einer Erzieherin ist noch offen, ob es sich um das mutierte Virus handelt. Außerdem steht noch das Testergebnis für zwei Kinder aus, in deren Familien die britische Variante festgestellt worden war.

Donnerstag, 28.01.2021, 18:59 Uhr aktualisiert: 28.01.2021, 19:12 Uhr
Atemschutzmasken liegen auf einem Tisch.
Atemschutzmasken liegen auf einem Tisch. Foto: Georg Wendt

Zuvor hatte der «Kölner Stadt-Anzeiger» berichtet. Der Zeitung zufolge traten auch Fälle in einer Kölner Unterkunft für Geflüchtete und in einem Krankenhaus auf. In Köln werden seit vergangener Woche alle positiven Corona-Tests auf mutierte Viren untersucht.

Auch im Kreis Paderborn wurde nach Angaben einer Sprecherin bei zwei Personen die britische Variante des Virus nachgewiesen. Diese Variante gilt als ansteckender als der bisher verbreitete Stamm.

Zuvor waren in NRW bereits elf Fälle der zuerst in England entdeckten Mutation B.1.1.7 bekanntgeworden sowie drei der zuerst in Südafrika aufgetretenen Variante. Das Gesundheitsministerium hatte am Mittwoch ein Projekt gestartet, um die Verbreitung von Corona-Mutationen in dem Bundesland zu erfassen.

Das Familienministerium teilte mit, man sei mit den Behörden der Stadt Köln und dem Gesundheitsministerium im engen Austausch: «Wir nehmen die genannten Fälle sehr ernst, mahnen aber gleichzeitig zur Besonnenheit.» Eine Ministeriumssprecherin wies darauf hin, dass es trotz der Mutation nach bisherigen Erkenntnissen in keiner Kita zu höheren Infektionszahlen gekommen sei. «In jedem Fall bestätigt sich, dass die landesweit vorgenommenen Gruppentrennungen richtig waren.»

Die Kitas in NRW sind im eingeschränkten Regelbetrieb offen, die Gruppen bleiben aber autark voneinander - das heißt, dass Kinder verschiedener Gruppen sich nicht mehr besuchen sollen. Dadurch soll verhindert werden, dass sich das Virus leicht in der ganzen Kita ausbreiten kann.

© dpa-infocom, dpa:210128-99-210693/3

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