Kriminalität
«Vermutlich mit Spitzhacke»: Attacke auf Blitzer «Bernhard»

Bielefeld (dpa/lnw) - Eine rund 230 000 Euro teure Radaranlage ist in Bielefeld von Unbekannten attackiert und demoliert worden. Vier Panzerglasscheiben zum Schutz der beiden Kameras des teilstationären Blitzers «Bernhard» seien gesplittert, die Technik dahinter sei aber unbeschädigt. «Solche Angriffe kommen immer wieder mal vor. Diese Attacke war ziemlich massiv, vermutlich mit einer Spitzhacke», sagte ein Stadtsprecher am Mittwoch. Die Höhe des Schadens war zunächst unklar. «Das Gerät ist jetzt im Depot und wird untersucht.» Zuvor hatte das «Westfalen-Blatt» berichtet.

Mittwoch, 03.02.2021, 13:58 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 14:12 Uhr

Der Angriff auf Blitzer «Bernhard» in der Nacht auf Dienstag ist nach Angaben der Stadt der bislang massivste in dem Bereich einer Baustellenausfahrt für Lastwagen an der Osnabrücker Straße, wo in beide Richtungen seit geraumer Zeit Tempo 50 gilt. Mehrfach seien seit vergangenem Herbst Schilder übermalt oder gar abmontiert worden. Deswegen mussten bereits zahlreiche Radarfotos für ungültig erklärt werden, weil das Tempolimit für die Fahrer nicht zu erkennen war. Raser dürfen sich aber nicht zu sicher sein: Bis «Bernhard» repariert ist, könne an dieser Stelle ein Radarwagen eingesetzt werden, hieß es.

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