Kriminalität
Razzia wegen Cannabis-Handels: Sieben Männer festgenommen

Durchsuchungen an zahlreichen Orten, Tausende Cannabispflanzen gefunden: Die Behörden sind am Donnerstag gegen mutmaßliche Drogenhändler vorgegangen.

Donnerstag, 04.02.2021, 15:51 Uhr aktualisiert: 04.02.2021, 16:02 Uhr
Ein Mann trägt im Handschellen.
Ein Mann trägt im Handschellen. Foto: Sven Hoppe

Mönchengladbach (dpa/lnw) - Bei einer Razzia gegen mutmaßliche Drogenhändler hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen zwei große Cannabisplantagen ausgehoben und sieben Verdächtige festgenommen. An dem Großeinsatz waren am Donnerstag Spezialkräfte und insgesamt mehrere Hundert Beamte beteiligt, wie die Polizei in Mönchengladbach berichtete.

In Mönchengladbach stießen die Ermittler auf eine Cannabisplantage mit mehr als 2000 Pflanzen. Im Oberbergischen Kreis wurde eine Plantage mit mehr als 1000 Cannabispflanzen entdeckt. Insgesamt 18 Wohnungen und Geschäfte in Mönchengladbach, Leverkusen sowie in den Kreisen Viersen, Kleve, Oberbergischer Kreis und Neuwied in Rheinland-Pfalz seien am Donnerstagmorgen zeitgleich durchsucht worden.

Verdächtige im Alter von 20, 22 und 34 Jahren wurden in Mönchengladbach festgenommen, in Leverkusen waren es drei Männer im Alter von 34, 37 und 41 Jahren. Auf der Autobahn 57 bei Moers ging den Fahndern dann noch ein 23-Jähriger aus Mönchengladbach ins Netz.

«Das ist eine sehr erfolgreiche Woche für uns im Kampf gegen die Drogenkriminalität», sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU). «Wir reden hier nicht von Amateur-Botanikern mit einer Zimmerpflanze, sondern von professionell organisierten Kriminellen, die mit modernster Technik und ohne Skrupel Millionen-Umsätze machen wollen. Und: Das Zeug ist reines Gift. Die Drogen haben extrem hohe Wirkstoffgehalte, das ist lebensgefährlich.»

Zum Teil wurden Wohnungen aufgesprengt, berichtete die Polizei weiter. Dabei wurde in Leverkusen ein Mann leicht verletzt. Neben den Spezialeinheiten und der Bereitschaftspolizei waren auch Kriminalbeamte und Finanzermittler im Einsatz. Keiner der Festgenommenen habe sich zu den Vorwürfen geäußert. Sie sollen an diesem Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden. Ob es in dem Fall Bezüge etwa zu einschlägigen Rockergruppen gibt, wollten die Ermittler nicht mitteilen.

© dpa-infocom, dpa:210204-99-295798/6

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