Gastgewerbe
Dehoga macht Vorschlag zur schrittweisen Öffnung

Neuss (dpa/lnw) - Nachdem sich auch in Nordrhein-Westfalen weniger Menschen als zuvor mit dem Coronavirus infiziert haben, fordert die gebeutelte Hotel- und Gastronomiebranche eine «verlässliche Öffnungsperspektive». Bundesregierung und Länder müssten sich «auf einen abgestimmten einheitlichen Plan verständigen, in dem auch Gastronomie und Hotellerie berücksichtigt werden», erklärte der Präsident des Branchenverbandes Dehoga NRW, Bernd Niemeier, am Donnerstag in Neuss. Es gehe nicht um einen fixen Termin, sondern um die Festlegung von Zielgrößen, ab denen wieder geöffnet werden könne.

Donnerstag, 04.02.2021, 17:31 Uhr aktualisiert: 04.02.2021, 17:40 Uhr
Eine Mitarbeiterin eines Restaurants reinigt einen Tisch.
Eine Mitarbeiterin eines Restaurants reinigt einen Tisch. Foto: Robert Michael

Niemeier warnt vor einer Benachteiligung seiner Branche beim Zurückfahren der Lockdown-Maßnahmen. «Wir waren im November die Ersten, die geschlossen wurden. Es gibt aus unserer Sicht keinen Grund, dass wir wieder die Letzten sein müssen, die öffnen dürfen.» Die Branche habe funktionierende Hygiene- und Schutzkonzepte.

Der Verband machte einen Vorschlag für eine stufenweise Öffnung. Dem Vorschlagspapier zufolge sollen die Hotels bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 75 und weniger wieder für jedermann auf sein und die Restaurants und Cafés ihren Außenbereich betreiben dürfen. Der Inzidenzwert bedeutet, dass sich pro 100 000 Einwohner 75 Menschen binnen sieben Tagen infiziert haben.

Ab einer Inzidenz von 50 sollen die Restaurants und Cafés dem Dehoga-Papier zufolge auch drinnen wieder Tische anbieten dürfen, ab 35 sollen «getränkegeprägte» Bereiche wie Kneipen und ab 20 auch Clubs und Discos aufmachen dürfen. Der Branchenverband plädiert zudem dafür, neben der Inzidenz Faktoren wie die Impfquote im Blick zu haben.

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