Kirche
Katholiken-Präsident Sternberg nimmt Maria 2.0 in Schutz

Bonn (dpa) - Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, hat die Reformbewegung Maria 2.0 in Schutz genommen. «Ich bin sehr beeindruckt davon, wie sehr sie sich als eine Bewegung für die Kirche verstehen», sagte Sternberg am Donnerstag in einer Online-Pressekonferenz. «Das ist alles andere als irgendeine Revoluzzer-Truppe.»

Donnerstag, 04.02.2021, 17:57 Uhr aktualisiert: 04.02.2021, 18:12 Uhr
Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg.
Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg. Foto: Andreas Arnold

Nach Informationen der «Frankfurter Allgemeine Zeitung» beschäftigt sich die vatikanische Glaubenskongregation mit Maria 2.0. Dies stehe in Zusammenhang mit einem Protest der Frauenrechtlerinnen gegen die Zurückhaltung eines Missbrauchsgutachtens durch den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki. Mitglieder von Maria 2.0 hatten im November mit einem «Beichtmobil» unter dem Motto «Raus mit der Akte» dagegen protestiert, dass Woelki das Gutachten unter Verschluss hält. Er führt dafür rechtliche Bedenken an.

Sowohl Sternberg als auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, sagten, sie hätten bisher nur in der Zeitung davon gelesen. «Mir ist das neu», sagte Bätzing. Maria 2.0 setzt sich für die Gleichberechtigung von Frauen in der katholischen Kirche ein.

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