Landtag
SPD-Fraktonschef Kutschaty warnt vor zu frühen Lockerungen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der SPD-Oppositionsführer im NRW-Landtag, Thomas Kutschaty, hat vor «verfrühten Lockerungsübungen» in der Corona-Pandemie gewarnt. Die Zahlen der Neuinfektionen gäben zwar Anlass zur Hoffnung. Trotz des positiven Trends seien seit Beginn des Jahres in Nordrhein-Westfalen aber fast genauso viele Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben wie im gesamten Vorjahr, sagte Kutschaty am Dienstag in einer Sondersitzung des Landtags. Die Pandemie werde erst mit einer flächendeckenden Impfung enden. Doch Impfstoff gebe es derzeit viel zu wenig.

Dienstag, 09.02.2021, 10:31 Uhr aktualisiert: 09.02.2021, 10:42 Uhr
Thomas Kutschaty, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion im nordrhein-westfälischen Landtag.
Thomas Kutschaty, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion im nordrhein-westfälischen Landtag. Foto: Federico Gambarini

Der SPD-Fraktionschef warnte vor zu hohen Erwartungen an die Bund-Länder-Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). «Diese Erwartungshaltung kann dieses Gremium doch gar nicht erfüllen.» Am Mittwoch beraten die Regierungschefs der Länder erneut mit Merkel in einer Videokonferenz über den weiteren Kurs.

Kutschaty bekräftigte die SPD-Forderung nach einem Stufenplan, der den Menschen eine klare Perspektive bieten müsse, welche Maßnahmen bei welcher Infektionslage gelten. «So können die Menschen mit Maßnahmen leben, weil sie nicht alle 14 Tage gespannt auf den einen Gipfel warten müssen, um zu erfahren, was dann gilt.»

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