Gesundheit
Impfstart für schwer Pflegebedürftige in Modellprojekt

Düsseldorf/Dortmund (dpa/lnw) - Die Impfungen von schwer pflegebedürftigen Menschen, die im eigenen Haushalt leben, sollen in den nächsten Wochen mit einem Modellprojekt beginnen. Das kündigte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag an. Dabei sollen entweder Ärzte des Impfzentrums zu schwer Pflegebdürftigen fahren oder die Kassenärztlichen Vereinigungen organisierten eine Impfung dieser Personen über das System der Hausärzte. In einem Modellprojekt würden 18 000 Menschen im Pflegegrad 5 geimpft.

Montag, 01.03.2021, 17:14 Uhr aktualisiert: 01.03.2021, 17:22 Uhr
Karl-Josef Laumann (CDU) spricht während einer Pressekonferenz.
Karl-Josef Laumann (CDU) spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz berichtete unterdessen am Montag, dass sich bei den 1,6 Millionen pflegenden Angehörigen in NRW «Verzweiflung» breit mache. Obwohl sie von Anfang in der zweiten Prioritätsgruppe stünden, «werden für diese Menschen weiterhin keine Impftermine angeboten», erklärte Vorstand Eugen Brysch. Die Landesregierung habe offenkundig vergessen, dass die häusliche Versorgung der 800 000 Pflegebedürftigen ohne die Familien zusammenbreche. «Gesundheitsminister Laumann muss unverzüglich erklären, ab wann die Pflegepersonen geimpft werden können.»

© dpa-infocom, dpa:210301-99-644267/2

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