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Polizei verteidigt Großaufgebot bei Corona-Einsatz

Essen (dpa/lnw) - Die Essener Polizei hat sich nach einem Corona-Einsatz in einer Privatwohnung gegen Kritik des Betroffenen gewehrt. Die Beamten hätten nichts falsch gemacht. Sie seien verpflichtet gewesen, den Hinweisen des Ordnungsamtes auf eine Ruhestörung und einen möglichen Corona-Verstoß nachzugehen, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag.

Dienstag, 02.03.2021, 12:40 Uhr aktualisiert: 02.03.2021, 12:52 Uhr
In Westen gekleidete Polizisten.
In Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein

Die Polizei war mit acht Beamten einer Einsatzhundertschaft in die Wohnung gekommen und hatte - da der Inhaber und sein Besucher ihre Personalien verweigerten - in den Geldbörsen der Männer die Namen über die Ausweispapiere aufgenommen. Der 41-jährige Wohnungsinhaber hatte sich nach dem Einsatz vom Freitag (26.2.) in einem Interview der «Bild»-Zeitung «beklemmt und schockiert» gezeigt und den Einsatz scharf kritisiert. Nach seiner Darstellung hatte er sich zu einem Koch-Abend zu zweit mit einem Freund verabredet. Beim Eintreffen der Polizei war tatsächlich niemand anderes in der Wohnung. Der Betroffene selbst war am Dienstag vorerst nicht zu erreichen.

Der Mann habe zuvor zwei Ordnungsamtsmitarbeitern gesagt, dass er noch eine zweistellige Zahl von Personen erwarte, berichtete die Polizei. Möglicherweise sei das erfunden gewesen, weil er sich über die durch laute Musik ausgelöste Kontrolle geärgert habe. Aber wenn jemand absichtlich falsche Abgaben mache, müsse er damit rechnen, dass die Polizei sie kontrolliere, sagte die Sprecherin. Wegen der Information einer zweistelligen Zahl von Gästen habe die Polizei aus Gründen des Eigenschutzes ausreichend Beamte eingesetzt. Am Ende der Kontrolle habe der 41-Jährige die Polizisten beleidigt. Deshalb sei Strafantrag gegen ihn gestellt worden.

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