Prozesse
Mutmaßlicher Messerstecher von Stolberg vor Gericht

Aachen (dpa) - Nach einem Messerangriff auf einen türkischstämmigen Mann in Stolberg steht der mutmaßliche Täter in Aachen vor dem Landgericht. Der 21-Jährige soll sein Opfer im vergangenen September attackiert haben, weil dessen Familie auf einem Plakat zu sehen gewesen sein soll, das die AfD zur Kommunalwahl gezeigt hatte, bestätigte ein Sprecher des Landgerichts am Dienstag. Im Internet soll der Mann sie als «Gottesleugner» bezeichnet haben. Dem Angeklagten wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Er soll auch ein Symbol der Terrormiliz Islamischer Staat im Internet gepostet haben. Prozessauftakt war am Montag.

Dienstag, 02.03.2021, 13:03 Uhr aktualisiert: 02.03.2021, 13:12 Uhr
Zwei Hände sind in Polizeihandschellen gefesselt.
Zwei Hände sind in Polizeihandschellen gefesselt. Foto: Uli Deck

Der Deutsche mit irakischen Wurzeln sitzt seit dem Messerangriff im September in Untersuchungshaft. Im Prozess vertreten Staatsanwaltschaft und die Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft die Anklage. Darin wird dem 21-Jährigen noch eine weitere Messerattacke im März 2020 vorgeworfen. Dabei soll er einen Bekannten am linken Arm verletzt und wie in Stolberg «Allahu akbar» («Gott ist groß») gerufen haben.

Da der Angeklagte zu dem Zeitpunkt noch 20 Jahre alt war, wird vor einer Jugendkammer gegen ihn verhandelt. Bis zu 10. März sind drei Verhandlungstage geplant.

© dpa-infocom, dpa:210302-99-654887/2

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