Messen
Kölner Messe rechnet wegen Corona mit heftigem Verlust

Köln (dpa/lnw) - Wegen coronabedingter Absagen droht der Kölner Messe ein weiterer hoher Verlust. «Allein durch die Absagen im ersten Halbjahr rechnen wir 2021 mit einem Verlust in Höhe von 65 Millionen Euro», sagte Messechef Gerald Böse dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Dienstag). Im besten Fall werde man im Gesamtjahr 250 Millionen Euro Umsatz machen. Ursprünglich hatte die Messe 500 Millionen Euro angepeilt.

Dienstag, 09.03.2021, 11:30 Uhr aktualisiert: 09.03.2021, 11:42 Uhr
Das Logo der Kölnmesse am Eingang der Messe.
Das Logo der Kölnmesse am Eingang der Messe. Foto: Oliver Berg

Vor der Pandemie sah es noch blendend aus: 2019 lag der Umsatz bei 413 Millionen Euro und der Gewinn bei 30 Millionen Euro. 2020 brachen die Erlöse dann auf 95 Millionen Euro ein, und es gab einen Verlust von 115 Millionen Euro.

Die Messen gehören zu den am stärksten von der Coronakrise betroffenen Branchen. Ihre Veranstaltungen mit physischer Präsenz wurden ab März 2020 reihenweise abgesagt. Derzeit bekommt die Kölner Messe nur über einige Digitalveranstaltungen etwas Geld in die Kasse, zudem hat sie eine ihrer Hallen als Impfzentrum an die Stadt Köln vermietet. Für das zweite Halbjahr 2021 rechnet das Unternehmen, das der Stadt und dem Land NRW gehört, wieder mit Messen mit physischer Präsenz.

© dpa-infocom, dpa:210309-99-747850/2

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