Kriminalität
Volle Plätze in Köln und Düsseldorf: Polizei im Einsatz

Das Sommerwetter zieht Tausende Menschen nach draußen - und das führt zu Problemen. In Düsseldorf sorgt eine Hundertschaft der Polizei für Ruhe, in Köln hilft auch die Sperrung des Rheinboulevards nur bedingt weiter. Die Behörden schauen alarmiert auf das Osterwochenende.

Donnerstag, 01.04.2021, 16:54 Uhr aktualisiert: 01.04.2021, 17:02 Uhr
Menschen halten sich an der Rheinuferpromenade und den Rheinwiesen auf.
Menschen halten sich an der Rheinuferpromenade und den Rheinwiesen auf. Foto: Jonas Güttler

Düsseldorf/Köln (dpa/lnw) - Das sommerliche Wetter zieht in Nordrhein-Westfalen die Menschenmassen ins Freie - und das sorgt für massive Probleme bei der Einhaltung der Corona-Regeln. Am Düsseldorfer Rheinufer kam es am Mittwoch zu einem größeren Einsatz von Ordnungsamt und Polizei, nachdem sich am Abend erneut Tausende Menschen versammelt hatten. Wie die Polizei am Donnerstag bestätigte, war sie mit einer Hundertschaft vor Ort. In Köln kamen auf den Poller Wiesen in der Nähe des Rheins nach Angaben der Polizei bis zu 1000 Menschen zusammen, die die Abstände nicht einhielten. Auch die Maskenpflicht sei nicht konsequent beachtet worden.

In Düsseldorf hatte die Stadt die Polizei um entsprechende Unterstützung gebeten, nachdem es bereits am Dienstagabend einen Ansturm auf Altstadt und Rheinuferpromenade gegeben hatte. Auf Videos in den sozialen Netzwerken waren vor allem junge Menschen zu sehen, die teilweise in großen Gruppen sehr dicht zusammen standen und feierten. Laut Stadt überprüften Polizei und Ordnungsamt 224 Menschen, 174 Personen bekamen Gefährderansprachen und Platzverweise. 202 Knöllchen wurden wegen Masken-Verstößen verteilt.

An den kommenden Feiertagen wollen Stadt und Polizei weiter «konsequent einschreiten». Die Einsatzhundertschaft der Polizei werde dazu weiterhin in der Innenstadt präsent sein. Im Fokus der Einsatzkräfte stünden «insbesondere Jugendgruppen, die sich oft nicht an die geltenden Regeln halten und respektlos gegenüber den Einsatzkräften auftreten», hieß es in einer Mitteilung der Stadt.

In Köln war am Mittwoch der Rheinboulevard bereits vorsorglich gesperrt. Von dort sollen aber viele Menschen einfach weiter gezogen sein - zu den Poller Wiesen weiter südlich. «Hinzu kamen weitere Menschen, die dort mit dem Auto hingefahren sind. Wir hatten eine erhebliche Staulage», sagte der leitende Polizeidirektor Martin Lotz der Deutschen Presse-Agentur. In der Spitze sei die Gruppe auf bis zu 1000 Menschen angewachsen. «Mit den vorhandenen Kräften war es kaum möglich, das aufzulösen. Die Stimmung war teilweise sehr aggressiv», sagte er. Aus Gründen der Verhältnismäßigkeit sei man «sehr maßvoll» vorgegangen. Gegen 1.30 Uhr habe sich die Ansammlung von alleine aufgelöst. Lotz beschrieb die Situation mit einer «Party-Meile».

In Köln ist man alarmiert für das Wochenende. Bis einschließlich Ostermontag sollen zusätzliche Beamte einer Einsatzhundertschaft und eine Reiterstaffel auf den Rheinpromenaden und anderen beliebten Treffpunkten eingesetzt werden. «Wir wollen damit besser erreichbar sein für die Menschen - ihnen aber auch die Botschaft näher bringen, sich bitte an die Regeln zu halten», sagte Lotz.

© dpa-infocom, dpa:210401-99-52234/5

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