Kirche
Katholischer Bischof: Nähe Gottes oft nicht zu spüren

Münster (dpa/lnw) - Der Münsteraner Bischof Felix Genn hat Parallelen von der Karfreitagsgeschichte zur Corona-Pandemie gezogen. Jesus fühle sich am Kreuz von Gott verlassen, und auch zurzeit könne man die Anwesenheit Gottes oft nicht spüren, sagte Genn in seiner Karfreitagspredigt im St. Paulus-Dom in Münster.

Freitag, 02.04.2021, 16:10 Uhr aktualisiert: 02.04.2021, 16:22 Uhr
Felix Genn, Bischof von Münster, lächelt.
Felix Genn, Bischof von Münster, lächelt. Foto: Rolf Vennenbernd

Corona sei keine Strafe Gottes, wie manche behaupteten. «Wir wollen aber auch nicht zu schnell und vordergründig vom Vertrauen auf Gott sprechen», sagte Genn. «Zur Wirklichkeit unseres Glaubens - und das macht doch den christlich-jüdischen Glauben so menschlich - gehört auch die Erfahrung, von der Nähe Gottes nichts zu spüren.» Jesus selbst mache am Kreuz diese Erfahrung der Verlassenheit.

An Karfreitag gedenken die Christen der vom römischen Statthalter Pontius Pilatus angeordneten Hinrichtung von Jesus in Jerusalem.

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