Prozesse
Polizeihund biss Spaziergänger: Land NRW zahlt 3500 Euro

Bonn (dpa/lnw) - Das Land Nordrhein-Westfalen muss 3500 Euro Schmerzensgeld für den Biss eines Polizeihundes zahlen. Der Hund hatte im April 2019 einen 65-jährigen Taxifahrer bei einem Spaziergang bei Alfter im Rhein-Sieg-Kreis angegriffen. Wie eine Sprecherin des Landgerichts Bonn am Donnerstag mitteilte, entschied das Gericht zudem, dass das Land den Kläger für sämtliche vielleicht noch eintretende Folgen aus dem Vorfall entschädigen muss. Der Taxifahrer hatte ursprünglich auf insgesamt 6300 Euro Schmerzensgeld geklagt.

Donnerstag, 22.04.2021, 16:38 Uhr aktualisiert: 22.04.2021, 16:52 Uhr
Eine goldfarbene Justitia-Figur.
Eine goldfarbene Justitia-Figur. Foto: Britta Pedersen

Der Diensthund der Polizei war im Wald nicht angeleint gewesen und hatte sich regelrecht in den Arm des Klägers verbissen und den Taxifahrer zu Boden gezerrt. Selbst der Diensthundeführer, in Zivil unterwegs, hatte Schwierigkeiten, den Schäferhund vom Mann zu trennen. Der Taxifahrer musste operiert werden, war mehrere Tage stationär in der Klinik und anschließend vier Monate arbeitsunfähig. Die Hand sei fast zwei Jahre nach dem Vorfall immer noch nur eingeschränkt nutzbar, so der Kläger. Seinen Job als Taxifahrer habe er aufgegeben.

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