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Glückliches Ende für Grobi nach 1000 Kilometer weitem Flug

Ein glückliches Ende hat der 1000 Kilometer weite Flug von Riesenseeadler Grobi gefunden: Der majestätische Vogel aus Remscheid war am Samstag in einem Nationalpark in Ungarn gelandet und ist nun vorerst im Zoo von Budapest.

Sonntag, 02.05.2021, 17:23 Uhr aktualisiert: 02.05.2021, 17:34 Uhr
Der Riesenseeadler «Grobi» sitzt auf dem Arm der Inhaberin der Falknerei Bergisch Land in Remscheid.
Der Riesenseeadler «Grobi» sitzt auf dem Arm der Inhaberin der Falknerei Bergisch Land in Remscheid. Foto: Tanja Brandt

Remscheid/Örség (dpa) - Nach seinem rund 1000 Kilometer weiten Flug von Remscheid nach Ungarn ist der Riesenseeadler Grobi mittlerweile im Zoo von Budapest. Ranger des Nationalparks Örség nahe der österreichischen Grenze, wo der gigantische Vogel am Samstag aufgetaucht war, hatten ihn «eingeholt» und in den Zoo gebracht worden, sagte Falknerin Carola Schossow am Sonntag auf Anfrage. Sie zeigte sich sehr erleichtert, dass Grobi gesichert werden konnte - und es ihm gut geht.

Die Odyssee des Adlers hatte am 12. April begonnen, als Grobi aus der Falknerei Bergisch Land in Remscheid entflog und nicht mehr zurückkehrte. Carola Schossow vermutete, dass das trotz seiner majestätischen Gestalt eher schreckhafte Tier von Krähen angegriffen worden war und sich davon gemacht hatte. Unterwegs soll Grobi seinen Sender, den er um ein Bein trug, abgebissen haben. Dann verlor sich seine Spur.

Am Mittwoch gab es erstmals wieder ein Lebenszeichen von dem Riesenseeadler. Er wurde in Österreich gesichtet, verschwand dann aber erneut. Bis Ranger ihn am Samstag in dem Nationalpark Örség entdeckten und die Falknerin in Remscheid informierten. Zunächst lockten sie den ausgehungerten Grobi mit einer Hühnermahlzeit. Später gelang es, ihn an seinen Lederriemen zu packen und zu sichern.

Für Carola Schossow endete am Samstag eine lange Zeit der sorgenvollen Ungewissheit. Sie zeigte sich sehr erleichtert und glücklich darüber, dass Grobi, den sie anhand von Fotos aus Ungarn erkannt hatte, noch lebe und wohlauf sei, wie sie sagte. Die Falknerin vermutet, dass der sechs Jahre alte Grobi die rund 1000 Kilometer bis Ungarn zumeist im Gleitflug absolvieren konnte, weil die Thermik während der vergangenen Wochen günstig war. Ansonsten wäre der weite Flug selbst für einen gut trainierten Adler mit einer Flügelspannweite von 2,50 Metern sehr kräftezehrend gewesen.

Ein Tierarzt im Zoo von Budapest hat das seltene Tier den Angaben nach inzwischen untersucht und festgestellt, dass Grobi zwar sehr dünn, aber unversehrt sei. Carola Schossow und ihr Team wollen nun sobald wie möglich nach Ungarn reisen, um ihn nach Hause zu holen.

© dpa-infocom, dpa:210502-99-437661/3

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