Ungewöhnliche Rettungsaktion
Ausgebüxtes Rind aus dem Dortmund-Ems-Kanal gerettet

Ungewöhnliche Rettung: Die Wasserschutzpolizei hat am Sonntag ein seltenes Rind aus dem Dortmund-Ems-Kanal befreit. Dabei gab es einige Probleme zu bewältigen. 

Montag, 03.05.2021, 12:45 Uhr aktualisiert: 03.05.2021, 16:41 Uhr
Ungewöhnliche Rettungsaktion: Ausgebüxtes Rind aus dem Dortmund-Ems-Kanal gerettet
Die Wasserschutzpolizei hat am Sonntag geholfen, ein Rind aus dem Dortmund-Ems-Kanal zu holen. Foto: Wasserschutzpolizei Rheine

Ein an Land beheimatetes Tier im Dortmund-Ems-Kanal – das ist keine Seltenheit. Rehe etwa würden sich gerade in der aktuellen Jahreszeit häufiger dorthin verirren, so Polizeihauptkommissar Stephan Hüwelmann. Doch ein Rind, noch dazu ein eher seltenes Hochlandrind, das habe er in seiner Zeit bei der Wasserschutzpolizei jedenfalls noch nicht erlebt, so Hüwelmann.

Seit Sonntagabend hat sich das geändert. Gegen 18.15 Uhr hatte Feuerwehr und Wasserschutzpolizei ein Notruf erreicht, das ein Rind in Höhe des Wilhelmshavenufers im Kanal schwimme. Wie sich später herausstellte, war das Tier von seiner Herde im münsterischen Stadtgebiet ausgebüxt und danach offenbar auf ziemlich feuchte Abwege geraten.

Seile an den Hörnern befestigt

Vor der Schleuse habe das Tier schließlich im Wasser verharrt. Die Wasserschutzpolizei habe darauf Seile an den Hörnern des Tieres fixieren können und das Rind längsseits zur Bordwand genommen. So habe man das Tier schließlich in langsamer Fahrt zum nahe gelegenen Böschungsufer geleiten können. Dort angekommen, mussten die Helfer jedoch erstmal warten. Das Tier sei stark verängstigt gewesen, der Züchter habe gemutmaßt, dass es ohne einen Tiertransporter ein weiteres Mal ausbüxen würde. Als das Fahrzeug eintraf, wurde das Tier endgültig aus seiner misslichen Lage befreit.

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