NRW
Heine-Institut übernimmt Verlagsarchiv der Eremitenpresse

Düsseldorf (dpa/lnw) - Das Düsseldorfer Heinrich-Heine-Institut hat das Verlagsarchiv mit 580 Bänden der Edition Eremitenpresse übernommen. Auch 50 Ordner mit einigen tausend Briefen, Korrespondenzen, Verlagspapieren und Druckbögen können künftig von Besuchern eingesehen werden. «Für Forscher und Buchliebhaber ist das ein ziemlicher Fund», sagte die Leiterin des Heine-Instituts, Sabine Brenner-Wilczek, am Dienstag.

Dienstag, 14.05.2013, 16:21 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 14.05.2013, 16:07 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 14.05.2013, 16:21 Uhr

«Den Büchern merkt man an, dass sie mit Liebe und Spaß gefertigt worden sind.» Die Eremitenpresse ist für ihre kunstvoll gestalteten Bücher bekannt. Künstler wie Günther Uecker und HAP Grieshaber steuerten Illustrationen bei. Zu den Autoren gehörten Mascha Kaléko, Ernst Jandl, Friederike Mayröcker und Martin Walser. Der Verlag wurde 1949 vom Handpressen-Verleger V.O.Stomps in Stierstadt in Hessen gegründet. 1967 übernahmen Dieter Hülsmann und Friedolin Reske den Verlag, der 1972 nach Düsseldorf übersiedelte. Nach dem Tod Hülsmanns wurde Jens Olsson 1983 Mitinhaber des Verlags. Er und Reske führten den Verlag bis 2010, dann stellten sie mit dem Erscheinen des 602. Titels die Buchproduktion ein.

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