NRW
Jüdische Gemeinde findet «Tannhäuser»-Inszenierung «geschmacklos»

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die jüdische Gemeinde in Düsseldorf hat die umstrittene «Tannhäuser»-Inszenierung der Rheinoper mit drastischen Nazi- und Holocaust-Szenen als «geschmacklos» kritisiert. Wagner sei zwar ein «glühender Antisemit» gewesen, sagte Gemeindedirektor Michael Szentei-Heise am Montag der dpa. Aber dem Komponisten dies «auf der Bühne so um die Ohren zu schlagen, halte ich für nicht legitim». Wagners grundsätzliche politische Einstellung spiegele sich nicht in seiner Musik und auch nicht im Libretto wieder. Eine Absetzung verlange die jüdische Gemeinde aber nicht. Die Premiere des «Tannhäuser» in der Regie von Burkhard C. Kosminski hatte am Samstagabend wegen der drastischen Darstellung von Nazi-Morden und Tod in Gaskammern Empörung bei vielen Zuschauern ausgelöst.

Montag, 06.05.2013, 16:12 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 06.05.2013, 15:58 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 06.05.2013, 16:12 Uhr
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