NRW
Kein Schadenersatz nach provoziertem Auffahrunfall

Hamm (dpa/lnw) - Für einen Autofahrer aus Gelsenkirchen gibt es keinen Anspruch auf Schadenersatz, nachdem er vorsätzlich einen Verkehrsunfall provoziert hatte. Das entschied das Oberlandesgericht Hamm rechtskräftig und bestätigte damit ein Urteil des Landgerichts Essen. Einer Frau war der Nachweis gelungen, dass der Gelsenkirchener sie in einen vorsätzlich herbeigeführten Autounfall verwickelt hatte. Im November 2011 bremste er vor einer grünen Ampel sein Fahrzeug, so dass die Frau mit ihrem Auto dahinter auffuhr. Der Mann klagte gegen die Frau und forderte von ihr 10 500 Euro Schadenersatz.

Montag, 13.05.2013, 15:42 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 13.05.2013, 15:30 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 13.05.2013, 15:42 Uhr

Doch die Art des Unfalls und die anschließende Abrechnung der Schäden sprachen für eine Unfallmanipulation, wie ein Sprecher des Oberlandesgerichts Hamm am Montag mitteilte. Betrüger inszenierten häufig Auffahrunfälle, weil sie gut beherrschbar und weitgehend ungefährlich seien (Urteil vom 11.3.2013, Az. 6 U 167/12).

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