NRW
Kritik für Steinbrück-Vorschlag von Bonner SPD-Abgeordnetem

Bonn (dpa/lnw) - Bundestagsabgeordnete von SPD und Grünen aus Bonn haben den Vorschlag des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück zur Umwandlung Bonner Ministeriumsteile in Bundesbehörden kritisiert. Die Abgeordneten Ulrich Kelber (SPD) und Katja Dörner (Grüne) sprachen in einer gemeinsamen Erklärung von einer ernsten Lage für Bonn.

Sonntag, 06.01.2013, 14:51 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 06.01.2013, 14:38 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 06.01.2013, 14:51 Uhr

Kanzlerin Angela Merkel ( CDU ) lasse ihre Minister massenweise Jobs an die Spree verlagern. «Ihr Herausforderer Peer Steinbrück gibt der Arbeitsteilung der Ministerien ebenfalls keine Zukunft», kritisierten Kelber und Dörner. Steinbrück, der in der Bundesstadt wohnt, wolle aber wenigstens die Jobs wie zugesagt in Bonn belassen.

Kelber und Dörner forderten, beide Bewerber um das Spitzenamt sollten mit Vertretern der Region sprechen, «statt wie Peer Steinbrück in Interviews seine entsprechenden Ansichten zu verkünden oder wie Angela Merkel schweigend Rechts- und Wortbruch zu begehen».

Der Bundestag hatte 1991 die Aufteilung der Ministerien zwischen Bonn und Berlin beschlossen, wobei die meisten Arbeitsplätze am Rhein bleiben sollten. Die Ex-Bundeshauptstadt beklagt, dass mehr Stellen als vereinbart nach Berlin gehen.

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