NRW
Mädchen in Ratingen im Bett erstickt - Wahrscheinlich Unglücksfall

Ratingen (dpa/lnw) - Ein 14 Monate altes Mädchen ist in Ratingen (Kreis Mettmann) im Bett von einem Spielzeug stranguliert worden und erstickt. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen nach den vorläufigen Obduktionsergebnissen von einem Unglücksfall aus. Das teilten sie am Sonntag mit. Am Samstag war die 30 Jahre alte Mutter zunächst vorläufig festgenommen worden. Die Obduktion des Kindes ergab aber keine Hinweise, dass es vorsätzlich getötet wurde. Auch Spuren von Misshandlung oder Vernachlässigung fanden die Experten nicht. Mutter und Kind lebten in einer kirchlichen Einrichtung für betreutes Wohnen.

Sonntag, 06.01.2013, 14:30 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 06.01.2013, 14:28 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 06.01.2013, 14:30 Uhr

Die Mutter hatte ausgesagt, das Mädchen sei gegen Mittag zum Schlafen ins Bett gelegt worden. An einem Spielzeug, möglicherweise ein Kuscheltier, das auch im Bett lag, befand sich ein Band, mit dem sich das Kind nach Darstellung der Mutter selbst strangulierte. «Diese Darstellung kann von den bisherigen Ermittlungen der Mordkommission und dem vorläufigen Ergebnis der Obduktion nicht widerlegt werden», sagte Staatsanwalt Christoph Kumpa laut Pressemitteilung. Der Mutter wurde psychologische Betreuung angeboten. Einen Haftbefehl gab es nicht. Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gingen allerdings weiter.

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