NRW
Metro-Chef bittet Aktionäre um Geduld

Düsseldorf (dpa) - Metro-Chef Olaf Koch bittet die gebeutelten Aktionäre nach dem Dax-Abstieg des größten deutschen Handelskonzerns um Geduld. Die Metro AG verfüge über erhebliches Potenzial, das es zu heben gelte, sagte Koch am Mittwoch auf der Metro-Hauptversammlung in Düsseldorf. «Das wird nicht schnell gehen. Wir müssen grundlegende Veränderungen vornehmen.» 2012 sei zwar ein schwieriges Jahr gewesen, es habe aber auch Fortschritte geben. Die eingeleiteten Veränderungen wie das Überarbeiten der Sortimente zeigten Wirkung. Media Markt und Saturn steigerten ihre Online-Umsätze. Der Konzern gewinne in vielen Ländern Marktanteile. «Wir zögern nicht, wir handeln», betonte er.

Mittwoch, 08.05.2013, 13:03 Uhr

Wegen eines Kursverfalls war die Metro-Stammaktie im Herbst 2012 in die zweite Börsenliga M-Dax abgestiegen. Der Düsseldorfer Konzern bekam die Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise zu spüren. In den Krisenländern nahm die Kauflaune ab. Der Metro-Großhandel und die Elektronikketten kämpften mit Preissenkungen aggressiver um die Kunden. Außerdem wurden mehrere Auslandsaktivitäten aufgegeben. Den Düsseldorfer Konzern bewahrten 2012 am Ende nur Immobilienverkäufe vor einem Jahresverlust. Die Dividende soll erstmals gekürzt werden. Koch betonte, dass die Supermarktkette Real Deutschland nicht zum Verkauf stehe. Das Osteuropa-Geschäft von Real wurde 2012 verkauft. Die Warenhauskette Kaufhof hat sich laut Koch super entwickelt.

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