NRW
Mülheimer Theatertage mit Stück eines jungen Dramatikers eröffnet

Mülheim/Ruhr (dpa/lnw) - Mit dem Stück eines jungen Nachwuchsdramatikers sind am Sonntag die Mülheimer Theatertage eröffnet worden. Das Werk «Tod und Wiederauferstehung der Welt meiner Eltern in mir» von Nis-Momme Stockmann handelt von einem Ex-Banker, der das kapitalistische System aushebeln will, aber nicht weiß wie. Es ist eines von acht neuen Bühnenstücken aus dem deutschsprachigen Raum, die bis zum 31. Mai um den Mülheimer Dramatikerpreis konkurrieren. Die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung gilt als einer der begehrtesten Theaterpreise Deutschlands.

Sonntag, 12.05.2013, 17:33 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 12.05.2013, 17:27 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 12.05.2013, 17:33 Uhr

Neben den Stücken von Nachwuchstalenten werden auch Arbeiten namhafter Autoren wie Elfriede Jelinek , Franz Xaver Kroetz und Moritz Rinke gezeigt. Auffällig stark ist in den Stücken das schwierige Thema Missbrauch vertreten. So beschäftigen sich beispielsweise die Werke «FaustIn and out» von Jelinek und «Du hast gewackelt. Requiem für ein liebes Kind» von Kroetz damit.

Im Anschluss an die letzte Aufführung wählt die fünfköpfige Jury in einer öffentlichen Debatte den Preisträger aus. 2012 hatte Peter Handke den Dramatikerpreis für sein Stück «Immer noch Sturm» erhalten. Das Publikum vergibt einen undotierten Ehrenpreis. Parallel wird bei einem Kinder-Festival am 17. Mai der mit 10 000 Euro dotierte Kinderstücke-Preis vergeben. Nominiert sind fünf Stücke, unter anderem von Martin Baltscheit und Peter Licht.

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