25 Stolpersteine halten in Osterwick das Gedenken an jüdische Nachbarn und Mitbürger wach
Die Erinnerung geht nicht verloren

Osterwick. Ihren damaligen Nachbarn hat Annette Stähler noch genau vor Augen. „Ein ganz lieber Mann“, erinnert sie sich an Jakob Rose. Auf dem Brink, wo die 80-Jährige noch heute lebt, wohnte Rose im Haus nebenan, bis er 1942 deportiert wurde. An den letzten damals noch in Osterwick lebenden Juden erinnert seit Montag ein Stolperstein – und an 24 weitere jüdische Mitbürger, die in der Zeit der Naziherrschaft geflüchtet sind oder deportiert und ermordet wurden.

Montag, 26.01.2015, 17:44 Uhr

Als Künstler Gunter Demnig im strömenden Regen die Steine mit den Inschriften verlegt, fühlt Klaus-Peter Kreutzfeldt den Abschluss eines großen Abschnittes. Rund zwei Jahre lang hat er mit Unterstützung von Robert Sicking und Pfarrer em. Hubert Hambrügge Spuren verfolgt und Namen recherchiert. „Wir gehen davon aus, dass wir alle damaligen jüdischen Mitbürger gefunden haben“, sagt der Initiator. 25 Stolpersteine sind das Ergebnis, die das Schicksal immer wieder ins Blickfeld rücken sollen. Vereine und Verbände haben die Finanzierung übernommen, aber auch Einzelpersonen.

Ihnen gebührt der besondere Dank des Bürgermeisters – und natürlich den Initiatoren. „Wir brauchen diese Erinnerungskultur“, betont Franz-Josef Niehues. 17 Steine sind es seit 2013 in Darfeld, nun 25 weitere in Osterwick: „Diese Aktion gegen das Vergessen ist sehr wichtig.“

Mehr dazu in der Dienstagsausgabe der Allgemeinen Zeitung

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