Dritter Abschnitt der RadBahn Münsterland zwischen Laer und Lutum offiziell freigegeben
Darfeld als Leuchtturm an der Piste

Rosendahl. Das dickste Lob kam aus berufenem Munde. „Der Bahnhof Darfeld ist das absolute Highlight an der Strecke“, stellte Laurenz Wiggelinghoff fest – und der Steinfurter muss es wissen, schließlich ist er Radbahn-Aktivist der ersten Stunde und dokumentiert von Beginn an die Entstehung des Radweges auf der alten bahntrasse Coesfeld – Rheine. Deshalb formulierte er gestern bei der offiziellen Freigabe des dritten Bauabschnitts unverblümt seinen Wunsch: „Das große Eröffnungsfest im Mai 2013 sollte in Darfeld stattfinden.“

Freitag, 21.09.2012, 16:06 Uhr

Gefeiert wird im nächsten Jahr, gefahren schon seit zwei Wochen. Und das seit gestern auch offiziell: Landrat Thomas Kubendorff (Steinfurt) sowie die beteiligten Bürgermeister, darunter auch Franz-Josef Niehues (Rosendahl), Marion Dirks (Billerbeck und Heinz Öhmann (Coesfeld), schnitten das Band durch, gaben symbolisch den dritten Bauabschnitt der insgesamt 39,4 Kilometer langen RadBahn Münsterland frei. „Ein echtes Erfolgsprojekt“, betonte Kubendorff. „Gut, dass wir uns damals sofort auf das Alleenprogramm gestürzt und den Zuschlag bekommen haben.“ Über sechs Millionen Euro seien verbaut worden, allein in diesem dritten Abschnitt von Laer bis Billerbeck-Lutum 2,4 Millionen Euro. „Ohne die Zuschüsse und die Unterstützung aus dem Leader-Programm wäre das alles nicht möglich gewesen.“

Kubendorff selbst als leidenschaftlicher Rennradfahrer hat die Strecke bereits mehrfach getestet und für außerordentlich gut befunden. „Sie ist schön, schnell und bietet völlig neue Perspektiven“, lächelte der Landrat, der sich vom Generationenpark in Darfeld beeindruckt zeigte: „Was da entsteht, wird super.“

Warme Worte, die Franz-Josef Niehues natürlich gerne hörte. Der Bürgermeister nutzte gleich die Gelegenheit, zur Einweihung der Caféterrasse am Bahnhof einzuladen, die heute Nachmittag ansteht. Und er verwies auf das besondere bürgerschaftliche Engagement: „20 bis 30 Ehrenamtliche sind an jedem Wochenende im Generationenpark tätig.“ Übrigens: Entgegen seiner sonstigen Gepflogenheit kam der passionierte Radfahrer gestern mit dem Auto nach Horstmar. Die Strecke kennt er dennoch. „Bis Steinfurt bin ich schon gekommen“, erzählte Niehues. „Für die Herbstferien habe ich mir die komplette RadBahn bis Rheine vorgenommen.“

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