Gemütlich bei Kaffee und Kuchen auf der neu geschaffenen Terrasse sitzen
Das Bahnhofscafé hat seine Pforten geöffnet

DarfelD (jm). „Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie hier ´84 der letzte Zug abgefahren ist“, schwelgt Werner Garwers bei einer Tasse Kaffee in Erinnerungen. „Damals war es fünf vor zwölf, viele wollten, dass der Bahnhof abgerissen wird“, berichtet er weiter. Dass es sich für den Heimatverein gelohnt hat, sich damals für die Rettung des Gebäudes zu entscheiden, zeigte sich jetzt, als bei strahlendem Sonnenschein das Bahnhofscafé (im Moment noch Baustellencafé) offiziell eröffnet wurde. Gemütlich bei Kaffee und Kuchen mit vielen Darfeldern auf der neu geschaffenen Terrasse zu sitzen, wäre sonst wohl nicht möglich gewesen. Nach dem Umbau des Gebäudes in den ‘90er Jahren, erlebt der Bahnhof nun eine weitere Verwandlung. Er ist Mittelpunkt des Generationenparks, der direkt an der RadBahn Münsterland liegt und seit Samstag nun auch offiziell das Bahnhofscafé beheimatet. Viele Radfahrer ließen sich, angelockt durch die spontan zusammengestellte Live Band und den Kaffeeduft, nieder, um die außergewöhnliche Atmosphäre zu genießen. Für den Heimatverein ist die Eröffnungsfeier eine weitere Gelegenheit um auszutesten, wie das Angebot bei den Radfahrern und den Darfeldern ankommt. „Wir sind selber gespannt darauf, wie sich das Ganze hier im nächsten Jahr weiterentwickeln wird. Wir sind ja gerade erst in den Anfängen und sehen das hier noch als Probelauf“, erklärt Rolf van Deenen, erster Vorsitzender des Heimatvereins Darfeld. Es sei eine gute Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und zu schauen, was man bis zum nächsten Jahr noch verbessern könnte, ergänzt van Deenen. Die meisten Gäste jedoch haben gar nichts zu meckern, sondern sind im Gegenteil beeindruckt von der gemeinschaftlichen Zusammenarbeit. Das kann auch der erste Vorsitzende nur betonen: „Die Helfer sind wirklich sehr engagiert, jeder leistet seinen Beitrag. Egal ob er 15 oder 72 Jahre zählt“, ist van Deenen begeistert.

Montag, 24.09.2012, 17:40 Uhr

„Man-Power ist genug da und wir haben noch viele Ideen“, verspricht auch André Bomkamp von der Initiative „Ideen für Darfeld.“ Vieles entstehe einfach ganz spontan. So zum Beispiel auch die Band, die bei der Eröffnungsfeier für die musikalische Untermalung sorgte und damit ein ganz besonderes Flair schaffte. „Wir haben noch nie zusammen gespielt, aber wir probieren ´s einfach mal aus“, war Hans Voss zuversichtlich.

Voss hatte aber nicht nur die Musik in Petto, sondern überreichte dem Heimatverein auch den original „Darfeld“ Schriftzug der damals beim Abbau des Stellwerks eigentlich weggeworfen werden sollte. „Damit die Leute damals wussten, wo sie aussteigen mussten hing der hier“, scherzte Werner Garwers. Wo sie jetzt mit dem Fahrrad halt machen können, dürfte ja nun klar sein.

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