Sekundarschule ist „Schule mit Courage“ / Oliver Kirch Pate
Rassismus die rote Karte zeigen

Rosendahl/Legden (bak). „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, mit diesem Projekt beschäftigt sich die Sekundarschule Legden Rosendahl seit zwei Jahren. Vertrauenslehrerin Claudia Böckmann und Schulleiter Axel Barkowsky haben es auf den Weg gebracht und einen prominenten Paten gefunden: Oliver Kirch ist in Legden aufgewachsen und Profifußballer bei Borussia Dortmund.

Mittwoch, 24.06.2015, 18:51 Uhr

Mit seinem Heimatdorf Legden, wo er neun Jahre lang in der Jugendabteilung kickte, ist er immer noch sehr verbunden. „Auch beim Sport und insbesondere beim Fußball ist Antirassismus ein sehr wichtiges Thema“, erklärte der sympathische Fußballspieler. Es gehe ihm um alle Menschen, die vielleicht anders sind als andere. „Das ist eine tolle Aktion, und ich bin froh, dabei zu sein“, erklärte er vor den Schülern der Sekundarschule. Axel Barkowsky lobte die Jugendlichen: „Dies ist eine Feierstunde, für die ihr selber gearbeitet habt.“

21 Schüler haben sich in einer AG zusammengeschlossen und in den vergangenen zwei Jahren verschiedene Projekte erarbeitet. „Insbesondere mussten mindestens 70 Prozent der Schüler, Lehrer und des Schulpersonals der gesamten Schule per Unterschrift dieser Aktion zustimmen“, erklärte Claudia Böckmann. Die Teilnehmer der AG machten sich auf den Weg und warben um Unterstützung – mit Erfolg. Jochen Methling, Vertreter der Landeskoordination, überreichte die Ernennungsurkunde an die AG stellvertretend für die ganze Schule: „Alle möchten die Verpflichtung ernst nehmen, jegliche Formen und Äußerungen rassistischer und diskriminierender Art zu vermeiden und zu verhindern. Dies an jedem Schultag, als Daueraufgabe, als eine Folge kleiner, aber wichtiger Schritte“, forderte er auf. Die Diskriminierung von Menschen wegen ihres Glaubens, des Geschlechts und der sexuellen Orientierung, der Hautfarbe und Herkunft, der Behinderung, der Schulart, der Nationalität und was auch immer werde abgelehnt. Die Klasse 5 a hat das Lied „up, up, up (nobody´s perfect)“ umgetextet und als Rap vorgetragen – ein Volltreffer.

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