NRW-Stiftung überreicht Förderzusage für 10 000 Euro/ Im Februar 2017 Baubeginn im Generationenpark Darfeld
Bahn frei für Backhaus

Darfeld. „Regen bringt Segen“ – dieses Sprichwort hat sich gestern Morgen für die Darfelder und insbesondere den Heimatverein bewahrheitet. Denn als der Himmel seine Schleusen öffnet, ist Martina Grote, Geschäftsführerin der NRW-Stiftung, im Heimat- und Bürgerhaus Bahnhof Darfeld zu Gast. Der Besuch aus Düsseldorf überbringt persönlich die Förderzusage für einen Zuschuss von 10 000 Euro für ein Backhaus im Generationenpark Darfeld.

Samstag, 23.07.2016, 15:53 Uhr

NRW-Stiftung überreicht Förderzusage für 10 000 Euro/ Im Februar 2017 Baubeginn im Generationenpark Darfeld : Bahn frei für Backhaus
Warum der Bahnhof Darfeld in den letzten Jahren zum kulturellen Mittelpunkt des Ortes geworden ist und wie sich dessen Umfeld zu einem modernen Freizeitgelände für Jugendliche, Familien und Senioren entwickelt hat, erläutert Erich Gottheil auf der Terrasse dem Gast aus Düsseldorf – Martina Grote, Geschäftsführerin der NRW-Stiftung – im Beisein von Mitgliedern des Heimatvereins und von Bürgermeister Christoph Gottheil (l.). Fotos: Manuela Reher Foto: az

Rolf van Deenen, Vorsitzender des Heimatvereins Darfeld, freut sich sehr über den Zuschuss der NRW-Stiftung, die schon viel Gutes für Darfeld getan habe. Im Februar 2017 könne nun der Traum vom Backhaus direkt an der RadBahn Münsterland verwirklicht werden. Auch Erich Gottheil betonte, dass die Förderung durch die NRW-Stiftung dazu beitrage, dass das „Projekt von Bürgern für Bürger“ umgesetzt werden könne. Tono Bertmaring habe die Idee dazu gehabt. „Ich erinnere mich noch gut, dass meine Tante Agnes damals auf unserem Hof in Oberdarfeld in unserem Backhaus gebacken hat.“ Demnächst sollen von der neuen Einrichtung im Generationenpark Darfeld auch Kinder und Grundschüler – vielleicht in Brotbackkursen – profitieren und einen Einblick in das frühere bäuerliche Leben in Darfeld erhalten. Von dieser Idee zeigt sich Martina Grote ebenfalls beeindruckt. In 1240 Arbeitsstunden wollen die Mitglieder des Heimatvereins das neun mal 6,50 Meter große Haus aus Baumberger Sandstein in Eigenregie errichten. Mit dem Zuschuss der NRW-Stiftung sollen der Backofen, Tische und Stühle angeschafft werden.

Der Bau des historischen Backhauses wird auch von der Gemeinde Rosendahl (5000 Euro), der Sparkassenstiftung und dem Leader-Programm unterstützt. Insgesamt wird das Haus, in dem es auch eine öffentliche Toilette geben wird, etwa 145 000 Euro kosten.

Auch Bürgermeister Christoph Gottheil zeigt sich begeistert davon, dass demnächst ein Backhaus noch mehr Touristen und Schüler sowie Kindergartenkinder anziehen werde. Das sei ein weiteres Mosaiksteinchen, um „das Notwendige mit dem Erhalt historischen Wissens zu verknüpfen.“ Immerhin sei noch vor drei Jahrzehnten der Bahnhof Darfeld fast dem Verfall preisgegeben gewesen, wenn nicht das „großartige bürgerschaftliche Engagement“ diesen Verfall verhindert hätte.

Daran erinnerte auch Rolf van Deenen. 1990 sei das Heimat- und Bürgerhaus Bahnhof Darfeld aus der Taufe gehoben worden – auch mit Hilfe eines Zuschusses der NRW-Stiftung. Diese habe ein zweites Mal bei der Restaurierung des historischen Eisenbahnwaggons und der alten Schienen geholfen – und nun beim Backhaus. Der Kulturbahnhof, der auch schon durch das „Haus der Wissenschaft“ bereichert worden sei, werde durch das Backhaus ein weiteres Mal erheblich aufgewertet, ist sich Erich Gottheil sicher. Und Tono Bertmaring freut sich, dass demnächst im warmen Backhaus auch im Winter viel Leben im Generationenpark herrschen wird.

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