Fachausschuss berät über die Zukunft der Fahrradhalle an der Nikolausschule in Holtwick
Abriss und Neubau bevorzugt

Holtwick. Die Schüler der Nikolaussschule können seit längerer Zeit ihre Fahrräder nicht mehr in der Fahrradhalle abstellen. Denn das mehr als 50 Jahre alte Gebäude ist wegen Baufälligkeit und sogar Einsturzgefahr gesperrt.

Mittwoch, 07.12.2016, 14:42 Uhr

Fachausschuss berät über die Zukunft der Fahrradhalle an der Nikolausschule in Holtwick : Abriss und Neubau bevorzugt
Draußen bleiben müssen die Fahrräder der Grundschüler seit geraumer Zeit. Die mehr als 50 Jahre alte Fahrradhalle (hinten im Bild) ist wegen Einsturzgefahr gesperrt. Foto: Manuela Reher

Zurzeit nutzen die Kinder den Lehrerparkplatz im Bereich zwischen Haupteingang der Schule und dem Eingangsbereich der Offenen Ganztagssschule, um ihre Drahtesel dort abzustellen.

Eine Lösung muss her. Daher schlägt die Gemeindeverwaltung Rosendahl vor, die Halle abzureißen und einen Neubau zu errichten. Der zuständige Fachausschuss wird darüber in seiner Sitzung am Montag (12. 12.) beraten.

Bei einer Begehung des gesamten Schulgeländes der Nikolaus-Grundschule in Holtwick durch das Bauordnungsamt des Kreises Coesfeld im Sommer 2016 sei der schlechte Zustand der bestehenden Fahrradhalle bemängelt worden. Eine Überprüfung der Bausubstanz wurde gefordert.

Ein Statiker, der die Halle untersuchte, veranlasste eine sofortige Sperrung des Gebäudes. Bereits ein Windsog könne in der offenen Konstruktion zum Einsturz führen, warnte er.

Da der Parkplatz, den eigentlich die Lehrer für ihre Autos nutzen, nun als Fahrradparkplatz verwendet wird, muss das Lehrerkollegium auf die Parkplätze an der Längsseite des Schulgebäudes in Richtung Ostsiedlung ausweichen. Dadurch komme es immer wieder zu teilweise gefährlichen Situationen aus dem Bring- und Holdienst der Eltern sowie dem Busverkehr (Grundschule und Sekundarschule), wie die Gemeinde mitteilt.

In detaillierten Untersuchungen sind einzelne Bauteile für Fundamente, Verbindungselemente und Stahlstützen der Halle freigelegt und eingehend untersucht worden. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen bildeten die Grundlage für statische Berechnungen.

Danach gibt es zwei Alternativen: entweder eine Sanierung der vorhandenen Konstruktion, indem die Fundamente vergrößert und die eingemauerten Stahlstützen entrostet werden, oder einen Abriss und Neubau der Fahrradhalle. Die Sanierung der bestehenden Halle sei sehr aufwändig und kostenintensiv und würde rund 35 000 Euro kosten, wie die Gemeinde vorrechnet.

Um eine nachhaltig nutzbare Fahrradhalle zu erhalten, sei ein Neubau angesichts eines Investitionsvolumens von etwa 50 000 Euro bei zusätzlichen Kosten für den Abbruch von etwa 8000 Euro die beste Lösung.

Die Mittel für den Abriss stehen im Haushaltsansatz 2016 noch zur Verfügung.

Die Mittel für den Neubau sollen im Haushalt 2017 bereitgestellt werden. Die Finanzierung der Zahlungen könne entweder aus der Schul- und Investitionspauschale oder aus Mitteln des Förderprogramms „Gute Schule 2020“ erfolgen.

7 Der Planungs-, Bau und Umweltausschuss des Rates der Gemeinde Rosendahl berät am Montag (12. 12.) über die Fahrradhalle. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19 Uhr im Rathaus in Osterwick.

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