Rosendahl
Zeichen für Toleranz gesetzt

Osterwick. „Alle sind gleich – jeder ist wichtig“. Das steht auf den blauen Ballons, die die Paten der 99 blauen Lämmer der Jungen Münsterländer Friedensherde am Ostermontag mit kleinen Friedensbotschaften gen Himmel schicken.

Dienstag, 03.04.2018, 08:00 Uhr

Rosendahl: Zeichen für Toleranz gesetzt
Bevor die Lämmer an die Paten übergeben werden, richtet Ingrid Hagen, die Initiatorin der Jungen Münsterländer Friedensherde, am Altenheim in Osterwick noch einige nachdenkliche Worte an die Versammlung. Dabei betont sie immer wieder, wie herzlich sie in Rosendahl aufgenommen worden sei. Fotos: Manuela Reher Foto: az

Das sei auch die Kernbotschaft – verbunden mit Friedfertigkeit und Toleranz, sagt Ingrid Hagen aus Metelen, die Initiatorin der Aktion auf der Rasenfläche an der Stiftung zu den Heiligen Fabian und Sebastian.

Gemeinsam stimmen die Paten das bekannte Lied von Nena ein – „99 Luftballons“, das treffender nicht sein kann. „Frieden für Syrien“, schreibt Eva aus Münster auf ihre Karte für den Ballon; ihre Kollegin kommentiert: „Hoffentlich fliegt der Ballon auch in die richtige Richtung.“

Junge Münsterländer Friedensherde

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Zwei Wochen lang haben die blauen Lämmer neben dem Altenheim geweidet und viele Denkanstöße gegeben. „Alle Lämmer haben in dieser Zeit auch Spuren des Lebens davongetragen – nichts Dramatisches“, sagt Ingrid Hagen. Schließlich ist so manches kleine Schaf immer mal wieder von einem Standort an den anderen versetzt worden.

Heimleiter Christoph Klapper bezeichnet die Aktion als Bereicherung für die Einrichtung. „Es ist deutlich geworden, dass auch ein alter Mensch Teil des Dorfes ist.“ In den vergangenen Tagen hätten viele Besucher Selfies mit den Lämmern gemacht. Christoph Klapper freut sich über eine Begegnung mit einer muslimischen Passanten. „Sie hat ein Kopftuch in derselben Farbe wie die Lämmer getragen, und darüber sind wir miteinander ins Gespräch gekommen.“

Er selbst hat auch die Patenschaft für Lämmer übernommen. Mit Urkunde und Plakette gehen die Paten eine lebenslange Patenschaft ein. Die Tiere aus Kunststoff sind in den Sozialwerkstätten in Köln nach dem Entwurf der Künstlerin Bertmaria Reetz hergestellt worden, informiert Ingrid Hagen die Patenschar, die es kaum erwarten kann, „ihre Kinder“ in die Arme zu schließen.

Die fünfjährige Marlena aus Hude bei Oldenburg zeigt sich begeistert von dem blauen Tier und überlegt schon einmal, welchen Standort es zu Hause bekommt.

Evelyn Wulfers aus Havixbeck und ihr Ehemann holen sich voller Vorfreude ihre beiden Exemplare ab. Sie sagt begeistert: „Ich finde den Friedensgedanken, der hinter der Aktion steckt, unheimlich gut. Alle Menschen sind gleich – und doch ist jeder einzelne Mensch besonders.“

Ingrid Hagen lüftet am Ostermontag auch ein Geheimnis. Ein blaues Lamm, das eine vorübergehende Bleibe im Altenheim bekomme hat, geht auf die Reise in den Vatikan. Papst Franziskus soll es als Friedensbotschaft aus dem Münsterland erhalten. Das kleine Schaf trägt den Namen Zoe. Der Name kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet Leben. Applaus brandet auf, als Ingrid Hagen diese Nachricht verkündet.

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