Rosendahl
Angler haben Gewässer stets im Blick

Holtwick. Traurig und enttäuscht zeigt sich Herbert Fiege, Geschäftsführer des Fischereivereins Petri Jünger Holtwick, angesichts des großen Fischsterbens im Aasee in Münster.

Dienstag, 21.08.2018, 10:50 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 20.08.2018, 16:26 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 21.08.2018, 10:50 Uhr
Rosendahl: Angler haben Gewässer stets im Blick
Der Holtwicker See an der Autobahn 31, Gewässer des Landesfischereiverbandes Westfalen und Lippe, wird betreut vom Fischereiverein Petri Jünger Holtwick. Karte: Landesfischereiverband Westfalen und Lippe Foto: az

„Ein paar Vorzeichen, dass der Aasee umkippt, wird man wohl gesehen haben“, sagt der Holtwicker. Mehr als 20 Tonnen toter Fische sind inzwischen aus dem Gewässer entfernt worden. Die anhaltende Tropenhitze hatte dafür gesorgt, dass sich das Wasser aufgeheizt hat und der Sauerstoffgehalt sank. Inzwischen sind dort die Sauerstoffwerte wieder stabil.

Die Petri Jünger in Holtwick haben dennoch keine Ängste, dass sie einmal selbst von einer solchen Situation betroffen sind. Sie betreuen unter anderen den Holtwicker See neben der Autobahn 31, der seit 34 Jahren im Besitz des Landesfischerei-Verbandes Westfalen und Lippe ist. Der Baggersee hat eine Fläche von sieben Hektar und ist fünf bis 15 Meter tief.

„Das ist schon ein wichtiger Unterschied zum relativ flachen Aasee in Münster“, macht Herbert Fiege deutlich. Der Holtwicker See werde aus Grundwasser gespeist. Das Tiefenprofil sei abwechslungsreich, das Ufer zum Teil flach, zum Teil steil abfallend. Es gebe dort Flachzonen mit Wasserpflanzen und Fischbestand mit Karpfen, Schleie, Zander, Barsch, Rotauge und Moderlieschen.

Die Gefahr, dass das Gewässer umkippe, sei lange nicht so groß wie beim Aasee. Dennoch hätten die Vereinsmitglieder gerade an den heißen Tagen den Holtwicker See, den vereinseigenen Kuhfußteich und den Jugendlehrteich bei Familie Sicking regelmäßig kontrolliert. Dem Verein stehen dabei chemische – jedoch keine elektronischen – Mittel zur Verfügung, um den Sauerstoffgehalt zu testen.

Das Kuhfuß-Gewässer habe außerdem den großen Vorteil, dass es von Bäumen umsäumt und daher nicht ganztägig der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sei. Doch wenn die Gewässer in Holtwick drohen würden zu kippen, könnten schnell Pumpen eingesetzt werden, um den Sauerstoffgehalt wieder zu erhöhen, damit die Fische nicht sterben, sagt Herbert Fiege.

„Für den Notfall sind wir gerüstet“, sagt der Geschäftsführer des Fischereivereins Petri Jünger und hofft, dass der lange trockene Sommer mit hohen Temperaturen wie in 2018 eine Ausnahme bleibt.

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5989879?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947623%2F
Nachrichten-Ticker