Rosendahl
Zeichen stehen auf Neubau

Rosendahl. Mit einem strikten Sparkonzept wird nichts zu machen sein, das wollte der Bürgermeister gar nicht verheimlichen. „Wir werden viele Euros brauchen, um uns zukunftsfähig aufzustellen“, erklärte Christoph Gottheil mit Blick auf den Brandschutzbedarfsplan. Da rückt die Fahrzeugausstattung in den Fokus, vor allem aber die Gerätehäuser. Zu eng, zu wenige Parkplätze, kaum Lagerflächen, so lautet in allen drei Ortsteilen das Urteil – und dieses Problem wird nach Einschätzung der Freiwilligen Feuerwehr Rosendahl in Holtwick wohl nur mit einem kompletten Neubau zu lösen sein.

Samstag, 13.10.2018, 15:02 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 12.10.2018, 17:59 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 13.10.2018, 15:02 Uhr
Rosendahl: Zeichen stehen auf Neubau
Im Schatten der Kirche reicht der Platz für das Holtwicker Gerätehaus nicht mehr aus – die Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr Rosendahl halten einen Neubau für dringend erforderlich. Foto: Frank Wittenberg

Hintergrund der Diskussion ist die Fortschreibung des besagten Brandschutzbedarfsplanes, für die die antwortING Beratende Ingenieure PartGmbh aus Köln eine entsprechende Untersuchung durchgeführt hat. Welche Standards müssen mindestens erreicht werden, was ist darüber hinaus sinnvoll, wie sieht die Einschätzung der Wehrführung vor Ort aus? Die Ansichten dazu unterscheiden sich durchaus, das wurde in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses deutlich. „Wir haben eine größere Gefährdung in den Gewerbegebieten, viel mehr Verkehr auf den Straßen, mittlerweile vier Biogasanlagen in Rosendahl und im Außenbereich noch viele große Gebäude, wo wenig Wasser zur Verfügung steht“, verwies Wehrführer Herbert Wolter mit Nachdruck auf die Anforderungen.

Während im Hinblick auf die Anzahl der Fahrzeuge die Meinungen auseinandergingen (weiterer Bericht), herrschte bei den Gerätehäusern Einigkeit. „Unsere Atemschutzwerkstatt in Darfeld ist 12 Quadratmeter groß, empfohlen sind 45 Quadratmeter“, erläuterte Wolter einen von mehreren Knackpunkten. Die Sicherheit der Kameraden im Notfall bereite angesichts der Enge in den Gerätehäusern Sorge – von der beengten und damit gefährlichen Parkplatzsituation bei der Anfahrt der Kameraden im Ernstfall ganz zu schweigen.

In Osterwick und Darfeld seien sicherlich Verbesserungen im Bestand möglich, schätzte Christoph Gottheil die Situation ein. Diese Option biete sich in Holtwick wohl nicht. „Der Standort gegenüber dem Kindergarten ist ohnehin problematisch“, sah auch Ing. Benjamin Käser von antwortING Gefahren im Einsatzfall. Auf ein weiteres, ganz praktisches Problem verwies Herbert Wolter: „Die Torhöhe in Holtwick beläuft sich auf 3,20 Meter, die neuen Fahrzeuge gehen aber schon auf 3,50 Meter.“

Möglichst Ende November soll der Gemeinderat die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes verabschieden. Bis dahin muss noch diskutiert werden – der Neubau eines Gerätehauses in Holtwick mit Schaffung eines zentralen Lagers und die Vorhaltung von jeweils zwei Löschfahrzeugen pro Standort stehen dabei im Mittelpunkt der Beratungsgrundlage. Am Erhalt dieser drei Gerätehäuser wollte auch Benjamin Käser nicht rütteln: „Von hier aus werden die großen Siedlungsflächen abgedeckt, so dass die Einsatzkräfte in der Regel innerhalb der geforderten acht Minuten vor Ort sein können.“

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