Rosendahl
Gewappnet für große Anforderungen

Rosendahl. Ein bisschen fühlte es sich an wie ein vorgezogenes Weihnachtsfest. „Bei der Übergabe kam ich mir vor wie ein kleines Kind bei der Bescherung“, lächelte Thomas Becker. Dabei sei es aber gewiss kein Spielzeug für große Kinder, was da neu im Gerätehaus stehe, stellte der Löschzugführer fest – vielmehr sei dieses Löschfahrzeug mit der Bezeichnung LF 20 KatS, der erste echte „Neuling“ in Darfeld seit 1995, eine dringende Notwendigkeit, um bei den immer steigenden Anforderungen bei den Einsätzen gewachsen zu sein.

Montag, 03.12.2018, 17:48 Uhr aktualisiert: 04.12.2018, 08:52 Uhr
Rosendahl: Gewappnet für große Anforderungen
Nach einer Ansprache des evangelischen Pfarrers Thomas Ring nahm Pastor Dirk Holtmann die Einsegnung des neuen Fahrzeuges vor. Foto: az

290 PS, inklusive Ausstattung 15 Tonnen Gewicht, eine Pumpenleistung von 2000 Liter Wasser in der Minute, ein Löschwassertank für 1600 Liter, das sind einige der reinen Zahlen. Tatsächlich aber dient das Fahrzeug dazu, den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Rosendahl die Ausrüstung für möglichst viele verschiedene Schadensfälle zu bieten. „Die Ereignisse der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass wir großes Gerät benötigen“, machte Bürgermeister Christoph Gottheil im feierlichen Rahmen der Einweihung deutlich, wie notwendig die Investitionen in die Feuerwehr seien. „Das neue Fahrzeug ist aber nur ein Mosaikstein“, spielte er auf den von Rat, Verwaltung und Wehr erarbeiteten Brandschutzbedarfsplan an. „Auch an allen drei Gerätehäusern gibt es viel zu tun.“

Die Investitionen sind ein wichtiger Faktor, noch entscheidender sei aber die Bereitschaft von Menschen, sich für den Schutz anderer einzusetzen, betonte der evangelische Pfarrer Thomas Ring, der vor der Segnung durch Pastor Dirk Holtmann einige Gedanken äußerte.

Vor allem Wehrführer Herbert Wolter, Löschzugführer Thomas Becker und der Darfelder Gerätewart Joachim Eckrodt waren es, die im Vorfeld viel Zeit in Ideen und Anforderungen investiert und wertvolle Unterstützung von Wolfgang Croner und Bernd Voß (Fachbereich Ordnung und Soziales) erhalten hatten. „Seit 2016 haben wir uns damit beschäftigt, im September 2017 haben wir Fahrgestell und Aufbau in Auftrag gegeben“, erzählte Wolter mit Blick auf das LF 20 KatS, das nun auf das ausgediente LF 16 TS folgt. Nach einem Jahr Lieferzeit stehe das MAN-Fahrzeug mit dem Equipment des Unternehmens Ziegler nun in Darfeld, ausgestattet unter anderem mit Leuchtmast, tragbarer Pumpe, zwei Motorsägen, einem tragbaren LöschwasserBehälter für 5000 Liter und 600 Metern B-Schlauch. Letzteres sei gerade in Verbindung mit dem größeren 1600-Liter-Wassertank für die Rosendahler Wehr von entscheidender Bedeutung, ergänzte Thomas Becker: „Wir haben gerade in unseren großen Außenbereichen oft Probleme mit dem Löschwasser.“

All das kostet Geld, daraus machte Herbert Wolter kein Geheimnis. 300 000 Euro für das Fahrzeug – „damit könnten wir dann neun Kameraden und eine Beleuchtung befördern“, verwies der Wehrführer auf weitere 100 000 Euro für die Ausrüstung. Genau das, erklärte Kreisbrandmeister Christoph Nolte, sei dringend notwendig: „Ein gutes Handwerkszeug ist die Motivation für unsere vielen Ehrenamtlichen.“

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