Rosendahl
Versprechen wird eingelöst

Darfeld. Noch immer ist Franz Potthoff sichtlich gerührt und zeigt sich beeindruckt von der immensen Spendenbereitschaft der Rosendahler Bevölkerung für die Menschen in Hoima in Uganda. Knapp ein Jahr nach der Gründung des Vereins „Hilfe für Menschen in Hoima/ Uganda“ konnte der Verein jetzt die stolze Summe von 19 000 Euro überweisen.

Samstag, 05.01.2019, 15:36 Uhr aktualisiert: 05.01.2019, 15:38 Uhr
Rosendahl: Versprechen wird eingelöst
Das Versprechen, das der Verein „Hilfe für Menschen in Hoima/ Uganda“ dem inzwischen verstorbenen Pater Emmanuel gegeben hat, wird eingelöst: Das Wasser wird vom zwei Kilometer entfernten Brunnen bis zur St. Charles Lwanga Schule Muhorro kommen. Foto: az

Das sei jetzt möglich geworden, weil der für die Zusammenarbeit erforderliche Partnerverein in Uganda nun offiziell registriert worden sei und somit nun seine Arbeit aufnehmen könne. „Wenn Pater Emmanuel das noch erlebt hätte“, zeigt sich Franz Potthoff sehr bewegt. Der Geistliche aus Uganda, der im Oktober des vergangenen Jahres nur 47-jährig verstorben ist, habe die Hilfsprojekte schließlich damals ins Rollen gebracht.

Die große Spendensumme sei durch Mitgliedsbeiträge, Teilnahme an Dorffesten und Spenden zusammengetragen worden, teilt Franz Potthoff mit. Niemals habe man mit einer solchen großen Summe gerechnet. Und dabei sei noch nicht einmal der Erlös aus der Spendenaktion der Biomolkerei Söbbecke in Holtwick berücksichtigt. Mit jedem verkauften Kilo des Winter Wenzel, einem in Holtwick hergestellten und neun Monate gereiften Käse, spendet das Unternehmen einen Euro für die Grundschule in Uganda.

Im Januar 2018 ist der Verein für die Hilfsprojekte in Darfeld gegründet worden. Doch um die steuerrechtlichen Voraussetzungen zu erfüllen, musste auch in Uganda ein gemeinnütziger Verein gegründet werden.

Das Zertifikat der Registrierung ist im Dezember 2018 in der Hauptstadt Kampala ausgestellt worden. Der Verein in Uganda heißt „Support for rural people in Hoima“ („Hilfe für die ländliche Bevölkerung im Bistum Hoima“).

Franz Potthoff freut sich sehr, dass nach dem Tod von Pater Emmanuel ein neuer Ansprechpartner gefunden werden konnte. „Das war durch unsere gute Verbindung zu Bischof Vincent Kirabo möglich“, kommentiert der Darfelder. Father Geofrey Tumusiime, Pfarrer in der Gemeinde Muhorro, ist nicht nur neuer Ansprechpartner, sondern auch Vorsitzender des neuen Vereins in Uganda. Der Geistliche ist 38 Jahre alt und vor neun Jahren zum Priester geweiht worden. Franz Potthoff blickt optimistisch in die Zukunft: „Wir hoffen, Father Geofrey in diesem Jahr hier in Deutschland begrüßen zu dürfen.“

Alle Hilfsprojekte würden auf diese Weise im Sinne von Pater Emmanuel weitergeführt. Dieser hatte noch vor seinem Tod den Brunnen für die St. Charles Lwanga Schule Muhorro bohren lassen. Dieser Brunnen ist allerdings zwei Kilometer entfernt, da nur dort Wasser gefunden wurde.

Franz Potthoff: „Wir haben Pater Emmanuel versprochen, in seinem Sinne dafür zu sorgen, dass das Wasser bis zur Schule kommt.“

Durch die hervorragende Unterstützung der Mitglieder und die Spendenbereitschaft können nun die Leitungen, Wassertanks und Wasserpumpen zur Schule mitfinanziert werden, freut sich der erste Vorsitzende des Vereins „Hilfe für Menschen in Hoima/ Uganda“ und fügt hinzu: „Die Summe von 19 000 Euro, die in nicht mal einem Jahr zusammengekommen ist, sorgt für Gänsehaut und große Dankbarkeit.“

| www.hilfe-uganda.de

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