Rosendahl
Neuer Baby-Boom in Rosendahl

Rosendahl. Es wird immer voller in den Kitas und wieder deutlich lebhafter in den Grundschulen: Die Gemeinde Rosendahl vermeldet bei den Geburten für 2018 einen Rekordwert. „133 Kinder sind uns gemeldet worden, davon 61 Jungen und 72 Mädchen“, berichtet Bürgermeister Christoph Gottheil. Im Jahr 2017 hatte die Zahl der Geburten nur bei 92 (51 Jungen, 41 Mädchen) gelegen. Die Gesamtzahl der Einwohner ist um fast 100 Personen von 11 107 auf 11 196 im Jahr 2018 gestiegen.

Freitag, 11.01.2019, 17:44 Uhr aktualisiert: 12.01.2019, 13:56 Uhr
Rosendahl: Neuer Baby-Boom in Rosendahl
Foto: az

Eine Besonderheit kann Annette Kauling in diesem Zusammenhang vermelden, denn unter den Neugeborenen befinden sich zwei „echte“ Rosendahler. „Wir hatten zwei Hausgeburten dabei“, lächelt die Standesbeamtin. Das sei in der Vergangenheit mal vereinzelt vorgekommen, aber zwei in einem Jahr sei ungewöhnlich.

Nach Orten sind die Geburten wie folgt aufgeteilt: 34 in Darfeld (2017: 27), 59 in Osterwick (35) und 40 in Holtwick (30). Berücksichtigt werden muss in dieser Statistik, dass auch Kinder in die Geburtenzahl eingerechnet werden, die innerhalb ihres ersten Lebensjahrs durch Zuzug nach Rosendahl kommen – 35 Kinder fallen in diese Berechnung. Eine noch höhere Geburtenzahl hatte es zuletzt unmittelbar vor der Jahrtausendwende gegeben mit 171 im Jahr 1999.

Keinen einheitlichen Trend gab es bei der Wahl der Vornamen. „Unsere Eltern waren wieder einmal sehr kreativ“, stellt Annette Kauling fest. So reichten bei den Jungen bereits zwei Nennungen für Theo/Theodor, Niklas, Lutz, Linus, Leon, Leo und Anton, um an der Spitze zu stehen – im Vorjahr waren Felix und Noah mit drei Nennungen die beliebtesten Vornamen. Jeweils drei Rosendahler Mädchen erhielten die Namen Ella, Elli, Ida und Mia, die damit Frida/Frieda an der Spitze ablösen.

Die Zahl der Sterbefälle lag mit 92 um 13 niedriger als noch im Jahr 2017. Ebenfalls geringer ist die Zahl der Trauungen ausgefallen: 55 Rosendahler Paare gaben sich das Ja-Wort, 16 weniger als im Vorjahr. „Darunter befinden sich zwei Lebenspartnerschaften, die in Ehen umgewandelt wurden“, berichtet Annette Kauling. Am beliebtesten sei bei den angehenden Ehepaaren nach wie vor das Trauzimmer als Ambiente für die feierliche Zeremonie. „Gerne genutzt wird aber auch das Heimat- und Bürgerhaus Bahnhof Darfeld“, ergänzt die Standesbeamtin. Auch im Heimathaus in Holtwick werden bisweilen Trauungen vollzogen.

Im Hinblick auf neue Familien wies Bürgermeister Gottheil im Rahmen des Neujahrsempfanges darauf hin, dass das Kontingent an gemeindlichen Baugrundstücken, die an potentielle Häuslebauer verkauft werden könnten, aktuell erschöpft sei. Mit dem Flächenpool NRW werde daran gearbeitet, am Bahnhof in Darfeld aus alten Gewerbe- nun Wohnbauflächen zu machen. Umso mehr Bedeutung gewinne das Programm „Jung kauft Alt“, das durch die Politik auch für 2019 wieder verlängert worden sei und sich gegen den Leerstand in den Ortskernen richte. „Es lohnt sich auch, den Blick auf Alt-Immobilien zu richten, die entweder umgebaut oder abgerissen und neu gebaut werden können“, erläuterte Gottheil. Dafür gebe es seitens der Gemeinde einen Zuschuss – „wie eine Eigenheimzulage.“

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