Rosendahl
„Dankbar für solch einen Bestattungsort“

Holtwick (tdr). Leise fallen die kleinen, weißen Sterne auf die kunstvolle Installation herab und bedecken ihre großen Geschwister aus gebranntem Ton mit einem dünnen Flaum: „Sternenkinder“ – das sind die Kinder, die das Licht der Welt nicht oder nur kurz lebendig erblicken dürfen und bereits vor, während oder nach der Geburt mit einem Gewicht unter 500 Gramm versterben. Für sie haben die Darfelder Künstlerin Erika Post und der Holtwicker Jonathan Meibes auf dem Holtwicker Friedhof eine Gedenkstätte eingerichtet.

Sonntag, 03.02.2019, 18:36 Uhr aktualisiert: 03.02.2019, 18:38 Uhr
Rosendahl: „Dankbar für solch einen Bestattungsort“
Eröffnet: Die Darfelder Künstlerin Erika Post und der Holtwicker Jonathan Meibes haben auf dem Holtwicker Friedhof eine Gedenkstätte für „Sternenkinder“ gestaltet – Pastor Holtmann segnet sie. Foto: tdr

Aus der Metallsäule ragen die fünf Schweife heraus, anderen Enden die symbolischen „Sterne“ aus Ton in den Himmel zeigen. Sie bieten Eltern einen Platz zum Trauern: „Wir alle sind dankbar für solch einen Bestattungsort“, sprach Pfarrerin Birgit Henke-Ostermann für die evangelische Kirchengemeinde in Coesfeld und erklärte, dass das Konzept auch in Lette bereits eine würdevolle Möglichkeit bot, um Abschied zu nehmen. „Ein Zeichen, dass diese Kinder nicht vergessen werden und einen Platz gefunden haben“, führte sie weiter aus.

„In diesen schwierigen Situationen tut es den Eltern in jedem Fall gut“, stimmte Pastor Dirk Holtmann ihr zu und verwies darauf, dass die Gedenkstätte noch vor der offiziellen Einweihung als Bestattungsort genutzt worden sei.

Auch Bürgermeister Christoph Gottheil konnte dem nur beipflichten: „In unserer heutigen schnelllebigen Zeit ist diese Möglichkeit gerade wichtig, um zu demonstrieren, dass die Kinder nicht in Vergessenheit geraten.“

In die Planungen zur Installation waren damals auch die ehemaligen Viertklässler der Nikolaus-Grundschule einbezogen worden, denen Gottheil noch einmal dankte. Sie hatten sich in Gruppen zusammengetan und mit selbst gemalten Bildern ihrer Ideen zur Umsetzung des Projektes beigetragen.

Dementsprechend würdigend zeigte sich unter den Anwesenden während der Vorstellung und Segnung durch Pastor Holtmann und Pfarrerin Henke-Osterkamp auch die Zustimmung für das Projekt.

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