Rosendahl
Gegen noch mehr verschärfte Verordnungen

Darfeld. Die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest, die Folgen des Dürrejahres 2018 – es wurde lebhaft debattiert auf der Winterversammlung des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Darfeld. 26 Landwirte haben im Kreis Coesfeld die Dürrehilfe in Anspruch genommen, teilte der Kreisvorsitzende Michael Uckelmann mit. Für die Zukunft in Arbeit und teilweise auch bereits im Bundesrat beraten sei nun eine sogenannte bilanzielle Risikorücklage, bei der der Landwirt in guten Jahren steuerbegünstigt Rücklagen bilden könne. Ziel sei laut Michael Uckelmann, dass „wir als Landwirte nicht immer auf die Hilfen des Staates angewiesen sind.“

Freitag, 01.03.2019, 15:36 Uhr aktualisiert: 03.03.2019, 19:22 Uhr
Rosendahl: Gegen noch mehr verschärfte Verordnungen
Informierten die Mitglieder des LOV Darfeld über aktuelle Entwicklungen: (von links) Karl-Heinz Ermann (WLV), Bürgermeister Christoph Gottheil, Kreislandwirt Georg Silkenbömer, Kreisvorsitzender Michael Uckelmann, Melanie Palz und Heinz Lohmann (Volksbank Baumberge in Darfeld). Foto: Martina Hegemann

Nicht begeistert waren die Landwirte über die Verschärfung der Düngeverordnung, wie sie durch die EU bald kommen soll. Dazu sagte Michael Uckelmann: „Die Entscheidung zur neuen Düngeverordnung über die Köpfe der Landwirte hinweg ist so nicht in Ordnung, daher dürfen wir das als Verband nicht so hinnehmen.“ Denn, so führt er weiter aus: „Das kann dem einen oder anderen Landwirt die Existenz kosten.“

Schon in seiner Begrüßung führte Hendrik Schulze-Bremer, Vorsitzender des LOV Darfeld, mit Blick auf die vielen Verordnungen und Verschärfungen, nicht nur der Düngeverordnung, aus: „Die Landwirte, besonders die Tierhalter, spüren starken Gegenwind. Ein aktives Mitgestalten ist aus unserer Sicht kaum noch möglich. Es geht fast nur noch darum, Schlimmeres zu verhindern.“ Daher sei jede Initiative, die der Verbesserung des Images der Landwirte diene, zu begrüßen. Erfreulich sei, so Hendrik Schulze-Bremer, das der Ortsverband in seiner Mitgliederzahl seit einigen Jahren mit 75 Mitgliedern konstant geblieben sei. Reinhard Entrup, der vielfältige Informationen für die Landwirte von der Landwirtschaftskammer NRW mitbrachte, fasste es so zusammen: „Wir müssen für die Landwirtschaft die Fahne hoch halten.“

Zu Gast war auch Bürgermeister Christoph Gottheil, um über aktuelle Entwicklungen in der Gemeinde zu berichten. Etliche Baumaßnahmen nehme die Gemeinde in den Blick, darunter zum Beispiel die Optimierung des Feuerwehrgerätehauses des Löschzuges Darfeld, das neue Gebäude am Sportplatz, das nicht nur als Vereinsheim, sondern auch als Dorfgemeinschaftshaus dienen solle, und die Umwandlung der Gewerbeflächen am Bahnhof in Baugrundstücke. „Dort sind noch einige Gespräche mit den derzeitigen Eigentümern nötig“, erläuterte er. Das gelte auch für die Baustelle der ehemaligen Gaststätte Elfers im Dorf, wo bereits seitens der Gemeinde mit dem Eigentümer gesprochen werde, jedoch per Gesetz nichts über dessen Kopf beschlossen werden könne.

Zur derzeitigen finanziellen Lage der Kommune sagte Christoph Gottheil kurz: „Uns geht’s gut, aber nicht sehr gut.“ Zum Schluss rief der Bürgermeister auf, sich durch die Beteiligung an der Europawahl zu Europa zu bekennen: „Machen Sie sich die Vorteile der EU bewusst und tragen Sie dazu bei, dass Rosendahl die Kommune mit der höchsten Wahlbeteiligung wird.“

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