Rosendahl
Zwergenland soll nicht in die Höhe

Rosendahl. Das Zwergenland soll nicht in die Höhe, sondern in die Breite wachsen: Die notwendige Erweiterung des DRK-Kindergartens in Darfeld soll möglichst durch einen eingeschossigen Anbau erfolgen – auch wenn dadurch ein größerer Flächenbedarf erforderlich ist. Abgesehen von den geringeren Baukosten sei diese Variante auch für die pädagogische Arbeit am sinnvollsten, erklärte Kita-Leiterin Franzis van den Berg im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde: „So können sich alle Kinder auf einer Ebene begegnen und auch selbstständig in die Turnhalle gehen.“ Um das Projekt verwirklichen zu können, muss allerdings ein Stück vom Rasen-Trainingsplatz des SV Turo Darfeld abgenommen werden.

Freitag, 05.04.2019, 16:27 Uhr aktualisiert: 06.04.2019, 11:32 Uhr
Rosendahl: Zwergenland soll nicht in die Höhe
In diesem Bereich könnte der eingeschossige Anbau am Zwergenland entstehen. Die Außenspielfläche müsste dann Richtung Rasenplatz (im Hintergrund) verlegt werden. Foto: Frank Wittenberg

Der Bedarf ist groß. So groß, dass die aktuelle Zwei-Gruppen-Einrichtung auf vier Gruppen (je zwei U 3 und Ü 3) für maximal 78 Kinder erweitert werden soll. „Zurzeit verfügt der Kindergarten über eine Innenfläche von 305 Quadratmetern ohne echten Personalraum“, erläuterte Silke Sicking vom Coesfelder Büro Bock Neuhaus Partner. Laut der Empfehlung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) werde künftig eine Innenfläche von rund 706 Quadratmetern notwendig sein – plus eine Außenspielfläche von etwa 936 Quadratmetern.

Vier mögliche Varianten hat das Büro dafür in einer Voruntersuchung unter die Lupe genommen (siehe Infokasten). Herausgekommen sei auch nach Rücksprache mit dem Erzieherinnen-Team die favorisierte Lösung, einen eingeschossigen Anbau zu errichten und nicht in die Höhe zu bauen. „Wir haben zum jetzigen Stand der Planung noch keine Berechnung erstellt, aber diese Variante dürfte die günstigste sein“, erläuterte Dipl.-Ing. Architekt Meinhard Neuhaus auf Anfrage von Leo Hemker (CDU). Ein zweigeschossiger Aufbau (Variante 1) wäre ungefähr eineinhalb mal, ein Abbruch und Neubau (Variante 4) wohl doppelt so teuer, schätzte er. Durch den notwendigen Einbau von zwei Treppen und einem Aufzug werde sich auch ein zweigeschossiger Anbau (Variante 2) in einem etwas höheren Kostenrahmen als die eingeschossige Version bewegen. „Unter Abwägung aller Vor- und Nachteile empfehlen wir diese Lösung“, erklärte Neuhaus.

Mit dieser Variante soll das Büro nun weiterarbeiten: Alle Ausschussmitglieder sprachen sich für den eingeschossigen Anbau aus, lediglich Klaus-Peter Kreutzfeldt (SPD) favorisierte unter anderem wegen des geringeren Energieverbrauches die zweigeschossige Version. Wegen des Umbaus werde eine Interimslösung für eine Gruppe erforderlich sein, berichtete Bürgermeister Christoph Gottheil auf Anfrage von Tobias Espelkott (WIR). „Wir möchten ortsnah bleiben und haben dafür das Turo-Tennisheim oder das Clubheim ins Auge gefasst, in das die älteren Kinder für ein Jahr vormittags ausweichen müssten“, erklärte Gottheil. Dafür seien aber mit dem Kreis- und Landesjugendamt noch einige Abstimmungen zu treffen. Gottheil: „Die Kita-Erweiterung soll im Sommer 2020 bezogen werden.“ | Kommentar

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