Rosendahl
Abendmahl mit Brot und Traubensaft

Osterwick. Der Tisch ist reich gedeckt – neben einem großen Fladenbrot stehen „Wein“, Kelche, eine Kerze und ein Kreuz bereit. Alles ist sorgfältig vorbereitet. Drumherum sitzen die Kinder des Kindergartens Ss. Fabian und Sebastian mit den Erzieherinnen Mareen Südfeld und Nadine Möllmann. „Wir spielen heute das letzte Abendmahl nach“, erklärt Janis. Im Rahmen der sogenannten Ostereinheiten soll so den Kindern die Entstehung des Osterfestes nähergebracht werden. „Ostern ist mehr als nur der Osterhase. Das wollen wir den Kindern zeigen“, erklärt die Erzieherin Nadine Möllmann.

Donnerstag, 18.04.2019, 17:10 Uhr aktualisiert: 20.04.2019, 11:56 Uhr
Rosendahl: Abendmahl mit Brot und Traubensaft
Nadine Möllmann (l.) erzählt den Kindern (hier: Antonia und Josephina) vom letzten Abendmahl. Foto: az

Zu Beginn des Abendmahls zündet ihre Kollegin Mareen Südfeld die Kerze an und fragt: „Wisst ihr, was die Kerze in unserer Mitte darstellen soll?“ Sofort meldet sich Janis. „Die Kerze stellt Jesus dar“, weiß er. Passend dazu liegt daneben ein selbstgebasteltes Kreuz. „Was hat Jesus denn mit seinen Jüngern beim letzten Abendmahl gemacht?“, fragt Nadine Möllmann in die Runde. „Das Brot gebrochen“, schallt es im Chor zurück. So beginnt Nadine Möllmann, das Fladenbrot zu brechen. Die Kinder verteilen anschließend untereinander die Stücke. „Bei uns werden im Laufe des Jahres die verschiedenen Feste des Jahres aufgegriffen“, sagt Mareen Südfeld. „Momentan steht alles im Zeichen des Osterfestes.“

Zu einem richtigen Abendmahl gehört natürlich auch der Wein. „Dürft ihr denn schon Wein trinken?“, fragt Möllmann erneut. „Nein, wir nehmen Traubensaft“, entgegnet Leo. Dieser steht natürlich auch bereit. Nacheinander werden die verschiedenen blauen Kelche der Kinder mit „Wein“ gefüllt. „Wir haben auch mehrere muslimische oder konfessionslose Kinder“, erzählt Nadine Möllmann. „Wir erklären den Kindern die Unterschiede zwischen den Religionen. Sie sollen als tolerante Gemeinschaft ein Wir-Gefühl entwickeln.“

Bevor aber alle mit dem Essen und Trinken anfangen, wird zusammen gebetet. „Lasst uns „Wo zwei oder drei“ zusammen singen“, schlägt Sarah vor. Schon beginnen alle gemeinsam nach dem Kreuzzeichen mit dem Singen. Dann darf gemeinsam gegessen und getrunken werden. Die Kinder beginnen dabei, über die Kreuzigung von Jesus zu sprechen. „Jesus hat gar nichts Böses gemacht“, findet Laslo. „Genau“, gibt Lina ihm Recht. „Und ihm wurde eine Dornenkrone aufgesetzt.“ Auch die anderen Kinder stimmen zu. „Dafür ist Jesus am dritten Tag von den Toten auferstanden“, sagt Mareen Südfeld. „Wie ist das denn passiert?“, fragt Leo verwundert. „Das erklären wir nächstes Mal“, lacht Nadine Möllmann.

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